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Edith Sitzmann
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Frage an Edith Sitzmann von Alexander K. bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

Sehr geehrte Frau Sitzmann,

die derzeitige Corona-Krise mit ihren allumfassenden Folgen für das gesellschaftiche Leben hat auch die Hochschulen nicht unangetastet gelassen. Ein Studium mit geschlossenen Instituten, fehlenden Arbeitsplätzen und einer Online-Lehre, die mehr als zu wünschen übrig lässt, gefährdet die Zukunftschancen tausender Studierenden. Weshalb bleiben Seminare unzugänglich, wo in Restaurants, Bars und Geschäften die Maßnahmen gegen den Corona-Virus nur noch als vage Richtlinien zu erkennen sind. Universität und Politik müssen zusammen ein transparentes Konzept zur realitätsnahen Durchführung des Studiums entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Kollecker

Frage von Alexander K. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 4 Tage 18 Stunden

Sehr geehrter Herr Kollecker,

der Aspekt, in dem sich Hochschulen (wie auch Schulen) von bspw. Restaurants, Bars und Geschäften unterscheiden, liegt in der Freiwilligkeit: Wenn wir Bars öffnen, können die Leute dort freiwillig hingehen. Wenn wir bei den Hochschulen von Online- wieder auf Präsenzbetrieb stellen, müssen die Studierenden in die Hochschulen kommen.

Natürlich birgt der Präsenzbetrieb von Hochschulen viele Vorteile: Ideenaustausch und Diskussionskultur, keine schlechten Internetverbindungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Zu dieser bewährten Ausbildungsform an unseren Hochschulen wollen wir gern zurückkehren, aber solche Öffnungen müssen überlegt und gut durchdacht sein. Die Planungen dazu stehen sehr weit oben auf der Aufgabenliste des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Spätestens für das nächste Semester müssen solide Konzepte vorliegen. Die jetzigen Verordnungen ermöglichen im Übrigen auch bereits jetzt eingeschränkte Treffen an den Hochschulen. Bspw. können mündliche Prüfungen in kleiner Personenzahl stattfinden. Labore und Bibliotheken konnten schon vor Wochen wieder öffnen.

Wir sehen die Schwierigkeiten und Nachteile der derzeitigen Situation für die Studierenden und Dozenten. Deshalb werden wir heute im Landtag von Baden-Württemberg beschließen, die Studierenden durch eine Verlängerung der Regelstudienzeit zu unterstützen. Studentinnen und Studenten können dadurch länger BAföG beziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Team Sitzmann