Jahrgang
1960
Wohnort
Halle/Saale
Berufliche Qualifikation
Volkswirtin
Wahlkreis

Wahlkreis 72: Halle

Wahlkreisergebnis: 25,5 %

Parlament
Bundestag 2013-2017

Die politischen Ziele von Dr. Petra Sitte

Im Mittelpunkt meiner politischen Arbeit stehen die konkreten Lebenslagen der Menschen, nicht Rendite und ökonomischer Selbstzweck. Solidarität, Gerechtigkeit und Kooperation sollten dabei in allen politischen Bereichen - ob Sozial-, Außen- oder Wirtschaftspolitik - die handlungsleitenden Maximen sein.

Dies trifft auch und gerade für meine Fachbereiche, die Wissenschafts-, Forschungs- und Netzpolitik, zu. Wir brauchen neue, kooperative Ansätze des Lehrens und Forschens, die sich über die herrschende Standortlogik hinwegsetzen. Wissenschaft und Forschung dürfen sich nicht an reinem Profitstreben und elitärem Prestigedenken ausrichten, wie es in den derzeitigen Diskussionen um Mittelkürzungen an den Hochschulen, Exzellenzinitiativen und den internationalen Forschungswettbewerb vielfach zum Ausdruck kommt. Stattdessen müssen wir Wissenschaft und Forschung kooperativ denken, um gemeinsam für das Wissen von Morgen zu streiten.
Wichtige und dringende politische Aufgaben sind dabei u.a. die Förderung von Open Access und die Ausarbeitung eines modernen Urheberrechtes, welches nicht einseitig die Interessen der großen Rechteverwerter schützt, sondern die berechtigten Interessen der kulturell und wissenschaftlich Tätigen ernst nimmt.

Über Dr. Petra Sitte

Mein Leben begann 1960 in Dresden. Nach dem Abitur 1979 studierte ich Volkswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Durch das Studium bin ich Hallenserin aus Überzeugung geworden.

Mit dem Diplom im Gepäck blieb ich an der MLU Halle-Wittenberg und promovierte 1987 zu einem volkswirtschaftlichen Thema. Seit 1981 war ich Mitglied der SED, danach Mitglied der PDS. In der turbulenten Wendezeit bin ich schnell in die konkrete Politik gerutscht. 1990 wurde ich in den ersten Landtag unseres Bundeslandes gewählt und gestaltete dann über 15 Jahre die Politik in Sachsen-Anhalt mit. Als Wissenschaftspolitikerin und auch als Fraktionsvorsitzende habe ich die Situation hier bei uns von Grund auf kennengelernt.

2004 wurde ich Stadträtin in Halle, um an der Entwicklung meiner Heimatstadt ganz konkret vor Ort mitzuwirken. Bereits Anfang der 90er Jahre begleitete ich die Gründung des Technologie- und Gründerzentrums Weinberg campus, dessen Entwicklung ich seitdem im Aufsichtsrat unterstütze.

2005 zog ich als Mitglied der damals in Gründung befindlichen Linkspartei in den Bundestag ein. Seitdem spielt sich mein Leben zwischen den Polen Halle und Berlin ab. Für meine zweite Bundestagsperiode wurde ich 2009 für den Wahlkreis Halle direkt gewählt – eine schöne Überraschung und zugleich die Verpflichtung, die Interessen unserer Stadt im Bundestag intensiver zu vertreten.

Ein großes Anliegen ist mir auch die Förderung der Kultur in meinem Wahlkreis. Halle als »Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts« besitzt ein reichhaltiges Angebot kultureller Einrichtungen. Damit das so bleibt, unterstütze ich nicht nur den Kunstverein Talstraße und das Künstlerhaus 188, sondern auch die Willi-Sitte-Galerie in Merseburg und das Kinder- und Jugendhaus.

Ich engagiere mich fachlich vor allem in der Wissenschafts- und Netzpolitik, aber auch ethische Fragen beschäftigen mich sehr. Meine zweite Leidenschaft neben der Politik gilt dem Sport. An meinen wenigen freien Tagen schwinge ich mich auf mein Rennrad.

Alle Fragen in der Übersicht
# Kultur 20Aug2013

Sehr geehrte Frau Dr. Sitte,

da sich bereits mehrere Bundespolitiker zu den im Kulturetat des Landes Sachsen-Anhalt vorgesehenen Kürzungen...

Von: Qe. Senax Uvefpuvatre

Antwort von Dr. Petra Sitte
DIE LINKE

(...) Der Konvent hat bei seinen Empfehlungen aus meiner Sicht Kreativität bewiesen, indem er nicht einfach nur mehr Ausgaben für die Kulturförderung gefordert hat, sondern auch Möglichkeiten aufgezeigt hat, wie und wodurch die Einnahmesituation für den Kulturbereich verbessert werden kann. Dass die Landesregierung die Konventsempfehlungen nicht nur ignoriert, sondern diese auch noch durch ihre Kürzungsabsichten konterkariert, ist schlichtweg beschämend und schadet dem Kulturland Sachsen-Anhalt. (...)

# Tourismus 13Aug2013

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Bundeswasserstraße "Saale – Leipzig – Kanal" (Saale-Elster- Kanal) in der Art fertig gestellt, dass ein...

Von: Zngguvnf Znybx

Antwort von Dr. Petra Sitte
DIE LINKE

(...) Generell sind Fragen nach dem Ausbau von Kanälen und natürlichen Flussläufen sehr komplexe Sachverhalte. Neben wichtigen ökologischen Erwägungen muss es dabei auch immer um eine ökonomische Abwägung gehen: Ist der Ausbau tatsächlich sinnvoll? (...)

# Schulen 27Juli2013

Sehr geehrte Frau Dr. Sitte,

1 Was ist aus Ihrer Sicht die Ursache des demografischen Wandels in Sachsen-Anhalt und wie sollte man damit...

Von: Onorggr Svfpure

Antwort von Dr. Petra Sitte
DIE LINKE

(...) Die LINKE plädiert für Gemeinschaftsschulen, wobei ich davon ausgehe, dass es ein deutlich dichteres Grundschulnetz geben muss als es bei den weiterführenden Schulen möglich ist. (...) Die Festlegungen in der Schulentwicklungsplanverordnung folgen offensichtlich der Sorge um die Lehrerversorgung in kleinen Schulen. (...) Daran sind aber schon in der Vergangenheit manche Bemühungen um Schulerhaltung gescheitert. (...)

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