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Dorothee Bär
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Frage von Stephanie S. •

Wie stehen Sie zur geplanten Erhöhung des Renteneintrittsalters und zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag? Welche Alternativen sehen Sie und werden Sie sich dagegen einsetzen?

Sehr geehrte Frau Bär,

ich halte beide Vorschläge für den falschen Weg. Das Renteneintrittsalter wird nicht nur einmal erhöht, sondern verschiebt sich mit steigender Lebenserwartung immer weiter nach hinten. Dadurch müssen jede nachfolgende Generation und unsere Kinder immer länger arbeiten. Meiner Ansicht nach sollte sich der Renteneintritt stärker an den geleisteten Arbeitsjahren und der Art der Tätigkeit orientieren. Wer jahrzehntelang körperlich schwer gearbeitet hat, sollte früher in Rente gehen können als jemand mit einer überwiegend sitzenden Tätigkeit.

Auch eine Krankschreibung bereits ab dem ersten Krankheitstag halte ich für kontraproduktiv. Arztpraxen würden zusätzlich belastet, und das Ansteckungsrisiko steigt. Man könnte beispielsweise wegen einer Migräne zum Arzt gehen und sich dort mit einer Magen-Darm-Infektion anstecken. Zudem würden Ärztinnen und Ärzte häufig vorsorglich länger krankschreiben, obwohl ein oder zwei Tage ausreichend gewesen wären.

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