Wie kann man Angriffe gegen Bahnmitarbeiter höher ahnden
Sehr geehrter Herr Bartsch,
Eine Recherche von Ihnen ergab das 2025 10.000 Bundespolizisten und Bahmitarbeiter attackiert wurde.
Jetzt ist es passiert Serlan C. Mitarbeiter der Bahn wurde bei der Ausführung seines Jobs ins Koma geprügelt
Und das nur weil der Angreifer offenbar kein Ticket hatte
Es kann doch nicht sein das Bahn Mitarbeiter zu Schichtbeginn Angst haben müssen nicht mehr nach Hause zu kommen.
Sehr geehrter Herr G.,
der sinnlose Tod des Bahnmitarbeiters macht mich tief betroffen – ein alleinerziehender Vater, der lediglich seinem Dienst nachgekommen ist! Das ist unerträglich und darf niemanden kaltlassen.
Ich habe die Bundesregierung in den vergangenen Jahren mehr als einmal nach Übergriffen auf Bahnmitarbeiter und auch Bundespolizisten gefragt. Jedes Mal eilen die Zahlen von einem traurigen Rekord zum nächsten. Das ist sowohl der Bundesregierung als auch der Deutschen Bahn bekannt, geschehen ist faktisch nichts.
Zugrunde liegt ganz sicher eine gesamtgesellschaftliche Verrohung – die Hemmschwelle zu pöbeln oder gar zu körperlicher Gewalt zu greifen, ist vielfach gesunken. Diese Entwicklung, die insbesondere für diejenigen zu einer zunehmenden Gefahr wird, die im öffentlichen Raum mit Menschen arbeiten – Polizisten, Rettungskräfte, Bahnpersonal –, lässt sich kaum mit einer einzelnen Verschärfung des Strafrechts zurückdrängen, wie sie dann immer nach solchen entsetzlichen Taten gefordert wird.
Wichtig erscheint mir: Längst mögliche Strafrahmen sollten von der Justiz voll ausgeschöpft werden. Das geschieht wohl zu selten. Verfahren müssen schnell stattfinden und auch abgeschlossen werden. Dafür fehlt vielfach das Personal in der Justiz. Und ich bin überzeugt, dass es auch an Bahnhöfen und in den Zügen mehr Personal braucht. Bahnmitarbeiter sollten bei Kontrollen einen Kollegen an der Seite haben. Der sinnlose Tod von Serkan C. muss zu echten Veränderungen führen. Der Bundesinnenminister und der Vorstand der Deutschen Bahn sind zuvorderst in der Verantwortung dafür.
Freundliche Grüße Dr. Dietmar Bartsch

