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Björn Simon
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Frage von Monika B. •

Herr Simon, sind sie für oder gegen die Koppelung des Rentenalters and die Lebenserwartung?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau B.,

herzlichen Dank für Ihre Frage über das Portal abgeordnetenwatch.de .

Die Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung gehört aus meiner Sicht zu den zentralen sozialpolitischen Aufgaben der kommenden Jahre. Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor erhebliche Herausforderungen: Die Menschen werden erfreulicherweise älter und beziehen länger Rente, während zugleich weniger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler nachrücken. Deshalb müssen wir ehrlich darüber sprechen, wie die Rente langfristig finanzierbar und generationengerecht bleiben kann.

Die Rentenkommission hat hierzu Vorschläge vorgelegt, die nun sorgfältig beraten werden müssen. Dazu gehört auch die Frage, ob und wie die Entwicklung der Lebenserwartung künftig stärker bei der Ausgestaltung des Rentensystems berücksichtigt werden sollte.

Grundsätzlich halte ich es für richtig, die steigende Lebenserwartung bei der künftigen Ausgestaltung des Rentensystems einzubeziehen. Wenn Menschen im Durchschnitt länger leben und damit auch länger Rente beziehen, kann diese Entwicklung nicht dauerhaft ohne Auswirkungen auf das Rentensystem bleiben. Eine solche Reform darf jedoch nicht schematisch erfolgen. Unterschiedliche Erwerbsbiografien, gesundheitliche Belastungen und körperlich besonders anspruchsvolle Tätigkeiten müssen angemessen berücksichtigt werden.

Wer jahrzehntelang gearbeitet hat oder aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten kann, braucht weiterhin verlässliche und faire Regelungen. Gleichzeitig sollten wir diejenigen stärker unterstützen, die gesund sind und freiwillig länger arbeiten möchten. Längeres Arbeiten darf nicht nur als Pflicht verstanden werden, sondern muss auch durch bessere Anreize und flexible Übergänge attraktiver werden.

Für mich ist entscheidend: Eine nachhaltige Rentenpolitik muss Generationengerechtigkeit sichern und zugleich die Lebensleistung der Menschen respektieren. Die Entwicklung der Lebenserwartung kann dabei nicht ausgeblendet werden. Entscheidend ist aber, dass mögliche Änderungen fair, verlässlich und sozial ausgewogen ausgestaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Simon

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