Sie argumentieren für die Beibehaltung der Rente für besonders langjährig Versicherten. Wie wollen Sie sicherstellen, dass der Beitragsanstieg junge Generationen nicht über Gebühr belastet?
Sehr geehrter Herr Rützel,
im Nachgang der Veröffentlichung des Berichts der Alterssicherungskommission haben die Spitzen der Koalition die Umsetzung der 33 Empfehlungen im Koalitionsausschuss vereinbart.
Sie scheren hier aus und wollen die Rente für besonders langjährig Versicherte trotzdem weiterbehalten. Sie argumentieren hier mit Lebensleistung, die entsprechend gewürdigt werden soll. Wie Sie dies konkret finanzieren wollen, sparen Sie hierbei leider immer wieder aus.
Wie aber wollen Sie die Lebensleistung der jungen Menschen würdigen? Bereits jetzt liegt der Arbeitnehmeranteil für die Sozialversicherungen bei Kinderlosen über 23 Jahre bei 21,75 Prozent. Ohne Reformen, die Lasten generationengerecht verteilen, wird dieser Beitragssatz in den kommenden Jahren weiter ansteigen und somit die gegenwärtige Leistung junger Generationen immer weiter geschmälert. Von Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge sind insbesondere niedrige Einkommen besonders betroffen.

