Portrait von Barbara Hendricks
Barbara Hendricks
SPD
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Barbara Hendricks zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von Stefan D. •

Frage an Barbara Hendricks von Stefan D.

Sehr geehrte Frau Ministerin Hendricks,

zum Thema Fracking:

1. Kennen Sie den Dokumentarfilm "Gasland" von Josh Fox von 2010 über Fracking in den USA (auch auf Deutsch einsehbar über youtube)? Haben Sie sich den Film einmal ganz angesehen?

2. Die Fracking-Lobbyisten behaupten, die "neuen Techniken" seien mit den in den USA betriebenen nicht vergleichbar und risikoärmer. So oder so erfolgt jedoch beim Fracking immer zunächst eine vertikale und dann in erheblicher Tiefe eine horizontale Bohrung. Dann wird mit großem Druck eine – mehr oder weniger giftige - chemikalienversetzte Flüssigkeit in der Tiefe ins Gestein gepresst, wodurch das Gestein aufgebrochen wird, damit das Gas entweichen kann. Bei jedem Fracking bleiben Millionen Liter chemikalienversetztes Wasser zurück, für das es keine Verwendung gibt. Anders als in den USA ist die BRD sehr dicht besiedelt (226 Einwohner pro qkm statt 33 in USA). Das Schadensrisiko bei Grundwasserverunreinigungen und deren Auswirkungen für die Bevölkerung sind daher um ein Vielfaches größer. Sind Sie der Meinung, die Risiken beim Fracking sind beherrschbar und eine Gefährdung der Wasserversorgung der deutschen Bürger ausschließbar?

3. Schiefergas kann auch keinen dauerhaften Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands leisten. Die Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften ergeben, dass die max. in der BRD förderbaren Schiefergasmengen die Erdgasversorgung der BRD gerade einmal ca. 10 – 15 Jahre gewährleisten könnte. Danach ist man wieder auf andere Energiequellen angewiesen. Soll man dafür das Grundwasser für 80 Millionen Deutsche gefährden und Geld und Resourcen in eine fossile Technologie vergeuden, die in erneuerbare Energien wesentlich besser angelegt wären?

4. Sollte man dann angesichts des geringen langfristigen Nutzens und der enormen Risiken beim Fracking nicht zu einem uneingeschränkten Verbot gelangen, anstatt zu dem jetzt im Raum stehenden Gesetzesvorschlag, der Fracking in vielen Bereichen ermöglicht?

MfG

Portrait von Barbara Hendricks
Antwort von
SPD

Sehr geehrter Herr Donhauser,

für Ihre Anfrage bedanke ich mich. Bei Fragen, die meine Tätigkeit als Bundesministerin betreffen, wenden Sie sich bitte direkt an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Postadresse: Stresemannstrasse 128-130, 10117 Berlin; Online-Kontaktformular: www.bmub.bund.de/P904/ )

Für weitere Informationen besuchen Sie auch gerne die Homepage www.bmub.bund.de. Dort steht Ihnen unter www.bmub.bund.de ein vielfältiges Informationsangebot zur Verfügung. Für Lob, Kritik, Anregungen und Kommentare gibt es dort außerdem eine Meinungsseite ( www.bmub.bund.de ).

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Hendricks

Anmerkung der Redaktion
Dieser Text ist ein Standard-Textbaustein, der die Frage nicht beantwortet. Wir zählen sie daher nicht in der Statistik.