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Bärbel Bas
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Frage von Tobias W. •

Wiso sollen manche arbeiten bis sie tot umfallen,und andere nicht?

Sehr geehrte Frau Bas

Wie passt das denn zusammen,das Post Mitarbeiter und Telekom Angestellte mit 55 Jahren anschlagfrei in Rente gehen können (wenn sie innerhalb von 3 Jahren 1000 ehrenamtliche Stunden leisten)

Und von Anderen(z.b.Handwerk) wird erwartet das sie bald bis 70 arbeiten sollen.

Das ist für mich weder nachvollziehbar noch finde ich das gerecht.

Ebenso habe ich in Bekanntenkreis Pensionäre,die weit vor ihrem Dienstzeitende nach Hause geschickt wurden.

Der "beste" war Berufssoldat und mit 50 Jahren in Pension.

Ein Feldwebel,nicht mal Offizier!

Bei mangelndem Personal in der Truppe ist so was doch für niemanden zu erklären,oder?

Wenn sie sich immer frage wo dieser Unmut in der Bevölkerung her kommt,das kann doch für jemanden mit Augen nicht zu übersehen sein?

Für mich ist jedenfalls klar das ich nicht mehr SPD wählen werde,so lange und überzeugt ich das auch getan habe.Eine Partei die nur noch auf den Erhalt von Posten beruht,nein danke.

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr W.,

vielen Dank für Ihre Frage. Da Sie sich auf meine Aufgaben als Bundesministerin für Arbeit und Soziales beziehen, antworte ich Ihnen nicht in meiner Funktion als Abgeordnete, sondern als Mitglied der Bundesregierung sowie dank der Zuarbeit der Bundesverwaltung: 

Die unterschiedlichen Ruhestandsgrenzen in bestimmten Versorgungssystemen haben besondere Gründe. So haben beispielsweise Soldatinnen und Soldaten frühere Renteneintrittsmöglichkeiten, um die physische und psychische Einsatzfähigkeit in oft extremen Situationen zu gewährleisten. Diese Regelungen berücksichtigen die hohen Anforderungen an Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit, die mit zunehmendem Alter sinken können. Ich habe große Sympathie dafür, dass Menschen, die früh angefangen und lange gearbeitet haben, eher in Rente gehen können als diejenigen, die erst spät Beiträge gezahlt haben. Diese Frage und weitere Themenbereiche soll die von der Bundesregierung im Dezember 2025 eingesetzte Alterssicherungskommission untersuchen. Sie soll Vorschläge zur Weiterentwicklung der Alterssicherung erarbeiten. Dazu befasst sie sich mit der zukünftigen nachhaltigen Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung und der betrieblichen sowie der privaten Altersvorsorge. Die Kommission soll der Bundesregierung zum Ende des zweiten Quartals 2026 ihre Vorschläge vorlegen. 

Den Ergebnissen der Kommission möchte ich nicht vorgreifen. Bitte haben Sie deshalb Verständnis dafür, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt zu weiteren Einzelheiten und Maßnahmen keine Auskunft geben und die von Ihnen übermittelten Fragestellungen hier auch nicht näher bewerten kann.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kontakt aufzunehmen. Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier: https://www.bmas.de/DE/Service/Kontakt/kontakt.html.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas

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