Wie setzen Sie sich für soziale Gerechtigkeit beim Elternunterhalt ein?
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, CDU schlägt vor, Einkommensgrenze für Elternunterhalt abzuschaffen. Das würde bedeuten: Familien mit viel Vermögen umgehen Erbschaftssteuer, in Familien ohne Geld gibt es kein Erbe und die Kinder zahlen für die Eltern, die z.B. einfacher Tätigkeiten ausgeübt hatten. Und das manchmal über Jahrzehnte. Soziale Gerechtigkeit würde so weiter abgebaut. Ich bitte Sie: Elternunterhaltszahlungen auf 5 Jahre begrenzen (durchschnittl. Heimaufenthalt 2,5 J.) und Freigrenze beibehalten. Nur so können auch Kinder aus ärmeren Familien einmal Wohlstand aufbauen.
Sehr geehrter Herr B.,
die Bundesregierung möchte einen Beitrag zur Vermeidung steigender Sozialhilfekosten leisten, die die Kommunen belasten. Nach Abschluss der Evaluation des Angehörigenentlastungsgesetzes wird die Bundesregierung daher prüfen, wie die Kommunen durch mögliche Anpassungen angemessen entlastet werden können. Dabei ist auch der Verwaltungsaufwand zu berücksichtigen, den eine Einzelfallprüfung bei der Heranziehung von Angehörigen im SGB XII erzeugt.
Ich persönlich kann Ihre Sorgen sehr gut nachvollziehen. Auch deshalb habe ich in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass wir die Angehörigen stärker im Blick haben müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

