Wie stehen Sie zur Einführung von mehreren Preiszonen für den Stromhandel in Deutschland?
Sehr geehrter Herr Lenz,
durch den technischen Rückschritt in Deutschland, insbesondere beim Trassenbau in Bayern, gibt es eine offensichtliche Fehlentwicklung im Zubau von Stromerzeugungsanlagen.
Windstromausbau im Norden macht so keinen weiteren Sinn.
Die Einführung von Preiszonen könnte hier korrigierten auf den Markt einwirken und auch die ReDispatch Abrufe massiv verringern. Alleine diese Massnahme würde schon zu massiven Einsparungen führen.
Wie stehen Sie zur Einführung von mehreren Preiszonen für den Stromhandel in Deutschland?
Welche Massnahmen sind im übrigen geplant um das Preisniveau zu senken?
Sehr geehrter Herr H.,
der Trassenbau läuft auf Hochtouren, wir versuchen weiter zu beschleunigen. Gerade auch in Bayern laufen laut Netzbetreiber die Verfahren mittlerweile sehr effizient.
In einer theoretischen Betrachtungsweise hätten Stromgebotszonen durchaus Vorteile. Praktisch ergeben sich hier sehr schwierige Umsetzungs- und Abgrenzungsschwierigkeiten.
Die Frage der Anzahl von Gebotszonen - die Frage von kleineren Märkten, die nicht mehr so effizient sind - und anfälliger für Marktmanipulationen. Vor allem auch die zeitliche Divergenz - bis eine Gebotszone umgesetzt ist, gibt es schon wieder ganz andere Netz- aber auch Erzeugungsvoraussetzungen.
Beispielsweise können auch dynamischer Netzentgelte ein Weg sein um richtige Anreize zu setzen:
Die Koalition hat zudem durch die Senkung der Netzentgelte - 6,5 Mrd. EUR p. a. - der Senkung der Stromsteuer kraftvolle Maßnahmen für die Senkung der Stromkosten umgesetzt.
Weitere Ansätze bei der Senkung der Systemkosten sind mehr Effizienz beim Netzausbau - und eine Berücksichtigung der Netzsituation beim Zubau der Erneuerbaren.
Das in aller Kürze,
Freundliche Grüße
Andreas Lenz
