Wie stehen Sie zu den geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem?
Sehr geehrter Herr Jäckel,
Wie alle PsychotherapeutInnen wurde ich von heute auf morgen von einer massiven Kürzungen von 4,5 Prozent heimgesucht. Damit nicht genug, fordert Frau Warken in ihrem "Reform"entwurf weitere Streichungen, was auf ein Gesamtkürzungsvolumen von 10 Prozent hinausläuft. Damit immer noch nicht genug! Viel schlimmer als all die bisher genannten massiven Kürzungen, obwohl wir das Schlusslicht aller Fachärzte seit jeher sind, ist das Vorhaben einer Begrenzung des extrabudgetären Gesamtvolumens mit fatalen Konsequenzen für unsere Einnahmen (20 Prozent und mehr!) und die Patientenversorgung. Wir haben mittlerweile fast alle existenzielle Angst! Meine ganze Zukunft und die meiner Familie wird da gerade politisch zunichte gemacht! Wie stehen Sie zu diesen Plänen?
Sehr geehrte Frau S..
Ich kann Ihre Sorge bezüglich der geplanten Kürzungen und Reformen gut nachvollziehen. Die psychotherapeutische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitssystems, weshalb mögliche Auswirkungen auf die Praxen sowie die Patienten sehr sorgfältig geprüft werden müssen. Dennoch ist zu beachten, dass das Gesundheitswesen unter einem erheblichem finanziellem Druck steht, weshalb die Politik in der Pflicht steht, nach vertretbaren Lösungen zu suchen. Aus meiner Sicht darf dies jedoch nicht dazu führen, dass sich die Wartezeiten in den Praxen verlängern sowie Versorgungsangebote eingeschränkt werden. Deshalb halte ich einen Austausch mit den entsprechenden Berufsverbänden und den von der Maßnahme Betroffenen für notwendig, um eine faire Lösung zu erreichen.

