DIE LINKE

Frage an André Hahn von Whretra Inafrybj bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

25. Juli 2016 - 11:25

Sehr geehrter Herr Dr. Hahn,

sie sind durch ihre Fraktion in den Sportausschuss berufen. Die IOC- Entscheidung von gestern (24.7) Russland nicht wegen des systematischen Dopings von den olympischen Spielen auszuschließen, löst bei mir Verwunderung aus. Wie sieht der Sportausschuss des Bundestages zu dieser Entscheidung? Werben gerade diese Verbände nicht ständig für den sauberen Sport? Es sind Investigative Journalisten und mutige Sportler die ein staatlich gefördertes System von Doping und korrupten Funktionären aufgedeckt haben. Diese Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen. Wird der Sportausschuss bei dem IOC Vorsitzenden Thomas Bach gegen die Entscheidung Protest einlegen? Es gilt jetzt die Ehrlichen Sportler und mutigen Journalisten zu unterstützen.

Mit bestem Dank für die Beantwortung und freundlichen Gruß

J. V.

Frage von Whretra Inafrybj
Antwort von André Hahn
10. August 2017 - 15:05
Zeit bis zur Antwort: 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Vanselow,

leider übersah ich, dass Sie noch eine Antwort von mir zu bekommen haben. Dies möchte ich nunmehr tun und bitte gleichzeitig für die Verspätung um Entschuldigung.

DIE LINKE und auch ich persönlich als sportpolitischer Sprecher der Fraktion haben sich klar und unmissverständlich gegen Doping im Sport ohne Ansehen der Personen und Nationen ausgesprochen. Doping im Leistungssport ist Betrug und muss konsequent geahndet werden. Doping gibt es aber auch im breiten Umfang im organisierten wie auch nichtorganisiertem Breiten- und Freizeitsport. Deswegen sind neben Sanktionen auch umfassende präventive Maßnahmen erforderlich. DIE LINKE hat dazu in Anträgen, Reden und weiteren parlamentarischen Initiativen zahlreiche Vorschläge gemacht, die Sie auf meiner Homepage www.andre-hahn.eu gern nachlesen können.

Der Sportausschuss hat sich auch sehr intensiv mit den Dopingvorwürfen gegen Russland befasst. Meine Position dazu in aller Kürze: Wer dopt, muss entsprechend bestraft werden bis hin zur lebenslangen Sperre für alle künftigen Wettkämpfe. Andererseits habe ich mich im Unterschied zu vielen meiner Kolleginnen und Kollegen gegen die kollektive Bestrafung aller russischen Sportlerinnen und Sportler ausgesprochen. Auch dazu finden Sie mehr auf meiner Homepage.