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Alexander Hoffmann
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Frage von Sebastian D. •

Warum kritisieren Sie Buhrufe gegen Herrn Merz so scharf, statt auch zu reflektieren, welche Wirkung seine Aussagen über Krankenstände und psychische Erkrankungen haben?

Sie kritisierten auf Instagram den DGB deutlich wegen der Buhrufe gegen Bundeskanzler Merz. Protest gegen Politiker gehört jedoch zu einer Demokratie, gerade wenn viele Menschen mit der Politik unzufrieden sind.

Besonders problematisch finde ich dabei Aussagen von Herrn Merz zu hohen Krankenständen. Ich leide seit rund 30 Jahren an schwerem Morbus Crohn und musste bereits mit 17 Jahren mit künstlichem Darmausgang leben. Trotz erheblicher Belastungen hatte ich über viele Jahre kaum Fehlzeiten.

Im vergangenen Jahr erkrankte ich zusätzlich schwer an Depressionen und war länger arbeitsunfähig, unter anderem wegen eines Klinikaufenthalts. Aussagen, die Krankschreibungen pauschal mit fehlender Arbeitsmoral verbinden, treffen Menschen wie mich sehr.

Viele Betroffene kämpfen ohnehin mit Schuldgefühlen. Deshalb empfinde ich die Empörung über Buhrufe nachvollziehbar.

Sebastian D.

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr D.

seit Dezember 2021 beantworte ich Fragen bei „abgeordnetenwatch.de“ nicht mehr individuell. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich alle mir gestellten Fragen ausnahmslos und stets sehr zeitnah beantwortet. Allerdings werden nun die Namen aller Fragesteller anonymisiert. Ich halte diese Vorgehensweise für sehr befremdlich, denn: Transparenz ist keine Einbahnstraße!

„abgeordnetenwatch.de“ hat mir mitgeteilt, dass man sich aus Datenschutz-Gründen in der Pflicht sehe, „die Fragesteller zu schützen“. Diese Begründung lasse ich nicht gelten, denn: Wer einen Leserbrief an eine Zeitung schreibt, der muss selbstverständlich seine Kontaktdaten vollständig angeben. Nur dann veröffentlicht die Zeitung den Leserbrief und nennt sowohl Name als auch Wohnort des Leserbriefschreibers. Ich erwarte, dass derjenige, der mir über dieses Portal öffentlich Fragen stellt, auch für alle Nutzer mit vollem Namen und Wohnortangabe transparent genannt wird. Bislang scheint dies auch keine der Personen gestört zu haben, die mir über das Portal Fragen gestellt hatten.

Trotz meiner Bitte war „abgeordnetenwatch.de“ nicht bereit, zur früheren Praxis zurückzukehren. Deshalb habe ich die Konsequenzen gezogen, denn: Ein Portal, das sich für Transparenz stark macht und den Dialog zwischen Abgeordneten und der Bevölkerung fördern will, muss auch selbst für Transparenz sorgen. Ansonsten widersprechen sich Anspruch und Wirklichkeit – und machen das Portal damit eigentlich überflüssig. Sie haben die Möglichkeit, mir Ihre Frage(n) direkt an mein Büro (alexander.hoffmann@bundestag.de) zu schicken. Zugleich möchte ich Sie darum bitten, Ihre Kontaktdaten vollständig anzugeben. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Ihre Nachricht bearbeitet und beantwortet werden kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Hoffmann, MdB

Anmerkung der Redaktion
abgeordnetenwatch.de steht für den Dialog zwischen Bürger:innen und Politiker:innen. Namen und Wohnorte der Fragesteller:innen werden den befragten Abgeordneten und Kandidierenden auch weiterhin mitgeteilt. Wir verzichten fortan aus Datenschutzgründen lediglich auf die Veröffentlichung dieser Daten auf unserer Frageplattform.
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Dieser Text ist ein Standard-Textbaustein, der die Frage nicht beantwortet. Wir zählen sie daher nicht in der Statistik.
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