Albert Stegemann, Ihr Abgeordneter für das Emsland und die Grafschaft Bentheim
Albert Stegemann
CDU
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Frage an Albert Stegemann von Ludger P. bezüglich Finanzen

Guten Tag Herr Stegemann,

als Bürger der Grafschaft erfahre ich über die Berichtestattung des Spiegels, daß Sie nach Ihren eigenen Angaben über "Nebeneinkünfte" von knapp 300.000 Euro - bezogen auf das Jahr 2013 verfügen. Nach Angaben der Berichterstattung haben die Abgeordneten diese Summen selbst angegeben. Gestatten Sie mir die durchaus skeptische Frage, wie Sie in der Legislaturperiode diese Einkünfte, von denen ich annehme, dass Sie sie durch Ihre persönliche Arbeit auf Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb bislang erwirtschaften konnten, auch künftig werden weiter erwirtschaften können, wenn Sie gleichzeitig ein Abgeordnetenmandat ausfüllen wollen. Ich versage Ihnen keineswegs meinen Respekt vor dieser Aufgabe, aber die Diskrepanz zwischen den Abgeordnetendiäten von ca. 100.000 Euro im Jahr und Ihren bisherigen wirtschaftlichen Möglichkeiten irrtiert mich. Vielleicht können Sie mir das erklären?

MfG
Ludger Pietruschka

Frage von Ludger P. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 2 Tage

Sehr geehrter Herr Pietruschka,

ich danke Ihnen für Ihre Frage. Die Zahlen, die zu den Nebeneinkünften kursieren, basieren auf Berechnungen der Seite abgeordnetenwatch.de. Maßgeblich für mich sind die Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages. Das heißt: Bei den gegenüber der Bundestagsverwaltung gemachten Angaben zu den Vertragspartnern handelt es sich um Umsätze inklusive Umsatzsteuer. Ziel der Regelung ist es, die Erlöse aus Geschäftsbeziehungen nachvollziehbar zu machen.

Diese Umsätze haben mein Team und ich gemeinsam auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb erwirtschaftet. Ohne diese Unterstützung wäre die tägliche Arbeit schlicht nicht zu bewältigen. Daran hat die Wahl zum Bundestagsabgeordneten grundsätzlich nichts geändert. Vielmehr bin ich heute mehr denn je auf die gute Mitarbeit meines Teams im heimischen Betrieb angewiesen. Hierfür erhalten sie eine angemessene Vergütung. Den Umsätzen im Betrieb stehen neben den Kosten für meine Mitarbeiter natürlich noch weitere Kosten für Strom, Wasser, Futter, Abschreibung und vielem mehr gegenüber. Übrigens: Aus den Umsätzen auf den Gewinn im Betrieb zu schließen, ist schlicht nicht möglich. Zudem werden erzielte Gewinne ganz überwiegend in das Unternehmen reinvestiert, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Arbeitsplätze zu sichern.

Zu Ihrer letzten Frage: Ich war schon früh politikinteressiert und habe mich daher auch immer gerne ehrenamtlich engagiert. Die finanziellen Aspekte des Bundestagsmandats haben daher bei meiner Kandidatur zu keinem Zeitpunkt eine maßgebliche Rolle gespielt. Sie tun es auch heute nicht. Ich mache Politik aus Leidenschaft und um die Interessen der Menschen aus dem Grafschaft Bentheim und dem Emsland zu vertreten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort behilflich sein und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Albert Stegemann

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