(...) Lassen Sie mich zu guter Letzt noch anmerken: selbst wenn es zu Ausfällen bei Zins- oder Tilgungsleistungen für die europäischen und internationalen Kredite kommt, würde sich dies wegen der langen Streckung der Rückzahlungspflichten Griechenlands erst schrittweise und verteilt über viele Jahre auf den Bundeshaushalt auswirken. Die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen werden die Leitlinie ausgeglichener Bundeshaushalte auf absehbare Zeit nicht gefährden. (...)
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(...) Auf Grund der damals einsetzenden Rezession, staatlicher Mindereinnahmen und massiver Kapitalabflüsse hatten sich die Daten der griechischen Wirtschaft weiter verschlechtert. Im Interesse Griechenlands und eines starken und handlungsfähigen Europas war es richtig, Griechenland mit dem Hilfsprogramm eine weitere Chance auf wirtschaftliche Gesundung zu geben. Das Prinzip, Mittel nur dann auszuzahlen, wenn Griechenland sich an die gegebenen Zusagen hält, bleibt bestehen. (...)
(...) Dies ist nicht zuletzt im Interesse des deutschen Steuerzahlers, denn bei einem "Grexit" wären unsere Kredite für alle Zeiten verloren. Ein Programm, das die Zahlungsfähigkeit Griechenlands sichert und die Chance auf eine wirtschaftliche Erholung bietet, ist in einer zugegeben schwierigen Lage für alle Beteiligten und für das Friedensprojekt Europa aus meiner Sicht trotz allem der beste Weg. (...)