(...) Die verlangten Impfungen sollen sich dabei an den Empfehlungen der ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts (STIKO) orientieren. Anders als von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgesehen, wollen wir jedoch die Eltern nicht sofort mit drakonischen Strafzahlungen überziehen, sondern sie sollen in ärztlichen Beratungsgesprächen auf die medizinische Notwendigkeit von Impfungen hingewiesen und darüber beraten werden. Ferner setzen wir uns für eine Aufklärungsoffensive ein, um Bedenken zu nehmen und die Gesundheitslage in unserem Land durch einen Anstieg der Impfquote schließlich zu verbessern. (...)
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(...) Bezüglich Ihrer anderen angeführten Punkte möchte ich Ihnen stellvertretend für zahlreiche andere Studien des Robert-Koch Instituts und des Paul-Ehrlich Instituts, die sich durch geringen Suchaufwand im Internet finden lassen, die RKI-Übersicht mit dem Namen „Risiko des Impfens und das noch größere Risiko, nicht geimpft zu sein“ ans Herz legen (abrufbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutung/Downloads/Dittmann_Risiko.pdf?__blob=publicationFile ). Vielleicht schaffen Sie es ja sogar, sich mit der dem Nachweis dienenden weiterführenden Literatur auseinanderzusetzen, was mir zeitlich leider nicht möglich war. (...)
(...) Es sind nämlich knapp 97 Prozent der Kinder einmal gegen Masern geimpft und knapp 93 Prozent haben auch die notwendige zweite Masernimpfung. Aber bei den über 30jährigen liegen die Impfquoten unter 50 Prozent. (...)
(...) Wir schlagen deshalb ein Bündel von Maßnahmen mit Augenmaß vor. Neben der Erweiterung niederschwelliger Impfangebote wollen wir zeitnah einen digitalen Impfpass einführen, der mittels einer Erinnerungsfunktion dafür sorgt, dass die Menschen jederzeit einen Überblick über ihren persönlichen Impfstatus und ihre notwendigen Impfungen haben. In dem digitalen Impfpass sollen die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts sowie Informationen der BZgA abrufbar sein. (...)
(...) Bevor es zum Inkrafttreten des Gesetzes kommt, durchläuft der Kabinettsentwurf zwei Lesungen und Durchgänge im Bundestag wie auch im Bundesrat. Vor diesem Hintergrund kann ich Ihnen getrost versichern, dass alle wichtigen Fragen bezüglich des Masernschutzgesetzes mit der nötigen Sorgfalt und Vielfalt an Expertise und Meinungen behandelt werden. (...)
(...) vielen Dank für Ihr Schreiben an mich und Ihre Fragen zum Masernschutzgesetz, die ich Ihnen gerne beantworte. (...)