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(...) Zu ihrer zweiten Frage möcht ich auf die Verantwortung der Vertragsparteien und der Tarifpartner verweisen, deren Aufgabe die Lohnfindung ist. Gleichzeitig bin ich aber der festen Überzeugung, dass die Mehrheit der Unternehmen an einer leistungsgerechten Bezahlung interessiert ist, schon allein um Mitarbeiter zu halten. (...)
(...) Generell benötigt jedes politische Projekt einen öffentlichen Diskurs. Dabei sollen im legislativen Prozess möglichst viele verschiedene Interessen, Stimmungen und Meinungen der Gesellschaft aufgenommen werden. (...)
(...) Ich bin für ein Verbot von Unternehmens- und Lobbyistenspenden an Parteien sowie für ein Verbot des Parteiensponsoring, wie durch Unternehmensstände auf Parteitagen. Spenden von Privatpersonen sollen auf 25.000 Euro im Jahr begrenzen werden. (...)
(...) Aber das muss auch offen gelegt werden und darf nicht still und heimlich im Kämmerlein passieren. Deshalb befürworte ich ein Lobbyregister, denn bei geschätzten 5000 Lobbyisten in Berlin (wahrscheinlich sind es mehr...) muss klar sein, für wen diese Leute arbeiten und wessen Meinung sie vertreten. (...)
(...) Die einzelnen Politiker sind darauf angewiesen, dass die Meinungen der einzelnen Bürger als Individuen gebündelt werden. Deshalb ist Lobbyismus im Prinzip nichts verwerfliches. Das wir die Regeln dafür überprüfen und versuchen dadurch mehr Transparenz zu schaffen, ist eine durchaus gute Idee, über die wir in der nächsten Legislaturperiode diskutieren können. (...)
(...) Wir wollen, dass der Staat ein unabhängiger Makler ist, der das große Ganze im Blick hat und nicht das Wohl einzelner Interessengruppen, wie der Automobilindustrie. Ich setze mich für die Errichtung eines verbindlichen öffentlichen Registers für Interessenvertreter*innen ein. In diesem Lobbyist*innen-Register wird die Tätigkeit von, im Bereich von Bundesregierung und Deutschem Bundestag tätigen, Lobbyist*innen erfasst. (...)