(...) lassen Sie mich vorweg festhalten, dass die Pflicht zum Retten von Menschenleben sowohl völkerrechtlich verankert ist als auch dem christlichen Gebot der Nächstenliebe entspricht, das mir enorm wichtig ist. Mir ist niemand bekannt, der ernsthaft das Gegenteil behaupten und belegen würde. (...)
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(...) Die Gesundheitspolitikerinnen und -politiker in der SPD-Bundestagsfraktion stehen hier neuen Wegen aufgeschlossen gegenüber. Dazu gehören insbesondere Modellprojekte, bei denen Erfahrungen mit einer kontrollierten Abgabe an Erwachsene gesammelt werden, um dann fundierte Entscheidungen treffen zu können. (...)
(...) ich verstehe leider Ihre Frage nicht. Ich denke nicht, dass sich das Retten von Leben und die bundesdeutschen Gesetze nicht in Einklang bringen lassen. Wer aber meint alles nach seinem eigenen Willen bewerkstelligen zu können weil er sich moralisch oder intellektuell oder religiös motiviert für unantastbar hält, muss zur Kenntnis nehmen, dass vor dem Deutschen Gesetz alle Menschen gleich sind. (...)
(...) Natürlich besteht die italienische Regierung auf der Unabhängigkeit ihres Rechtswesens. Es ist aber eine Unverschämtheit, dass Menschen für die Rettung von Menschenleben bestraft werden. Natürlich finden sie andere Vorwände, aber es ist beim besten Willen nicht hinnehmbar. (...)
(...) Europa muss jetzt endlich handeln. Bundeskanzlerin Merkel verweist stets auf ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten. Dies ist prinzipiell zu begrüßen, sollte es aber diese Einigkeit bei den Staaten nicht geben, erwarte ich in dieser humanitären Frage der Seenotrettung ein Vorangehen der willigen EU-Staaten. (...)
(...) Wir Freie Demokraten setzen uns für einen neuen europäischen Ansatz zur geordneten und fairen Steuerung der Migration ein. (...) Aus edlen humanitären Motiven der Seenotrettung darf keine Beihilfe zur Schlepperkriminalität bei illegaler Wirtschaftsmigration werden. (...)