Frage an Uwe Schummer von Fvzba Wbret bezüglich Bildung

27. August 2005 - 18:20

Sehr geehrter Herr Schummer,

da ich in Ihrem Wahlkreis wohne, weiß ich um ihr Engagement in Ber Berufsbildung. Ferner weiß ich um Ihren Tageseinsatz in einem Krankenhaus im Kreisgebiet.

Meine Frage an Sie:
Wie wird die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung zukünftig finanziert? Wird sie in das Berufsbildungsgesetz eingeordnet?

Ist genug Geld im Gesundheitswesen, dass diese Ausbildung dauerhaft aus diesem Topf finanziert wird? Es wird ja vermutlich auf eine Fonds-Lösung herauslaufen, sowas gibt es in keiner anderen Ausbildung.
Aufgrund der unklaren Finanzierungslage werden die Ausbildungsplätze in diesem Bereich massiv abgebaut. Ist es gut, dass weniger Arbeitskräfte in das unterfinanzierte Gesundheitswesen nachrücken, oder droht eine Pflegenotstand, der mit Kräften aus dem Ostblock aufgefangen wird?
Ups, sind viele Fragen geworden. Geben Sie doch bitte einfach eine kurze Stellungnahme zur Zukunft der Pflegeausbildung!
Danke und herzliche Grüße
S. Joerg

Frage von Fvzba Wbret
Antwort von Uwe Schummer
29. August 2005 - 12:20
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 17 Stunden

Sehr geehrer Herr Joerg,
den Vorschlag, dass auch Heil- und Pflegeberufe in das Berufsbildungsgesetz aufgenommen werden, unterstütze ich. Hier geht der Konflikt weniger zwschen den Parteien als zwischen der Landes- und der Bundesebene. Pflegeberufe sollten in die duale Ausbildung kommen, damit wäre sie praktischer und auch besser finanziert. Heute läuft ein Großteil der Finanzierung über die Arbeitslosenversicherung,was sicher nicht der richtige Weg ist. Es liegt daran, dass die Landeskassen leer sind und so im Bereich der Umschulung Pflegeklassen finanziert werden; im Gegenzug Schulabgängern, die eine Erstausbildung wünschen, der Einstieg erschwert wird.
In der Pflegeausbildung gibt es eine Art Umlagefinanzierung, ähnlich auch auf tariflicher Ebene im Baubereich. Bei einer Neuordnung der Pflege müßte der Praxisteil stärker betont werden. Wie im Saarland wäre eine Stufenausbildung mit dem Zwischenabschluss Kranken- oder Altenpflegehelfer sinnvoll. Es fehlen auch neue Berufsbilder wie die Pflegeassistenz im Privathausahlt oder Fachpfleger für mobile Pflegeeinrichtungen. Es ist unsinnig, kurzfristig bei der Pflegeausbildung zu sparen um dann Beschäftigte aus anderen Ländern zu "importieren."

Herzliche Grüße
Uwe Schummer MdB