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Ursula Sowa
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Frage von Silvia K. •

Werden Sie das Überschüssige Geld von Bayern in Günstigen Wohnraum anlegen ?

Frau Sowa, Bayern fehlt günstiger Wohnraum, und Grünanlagen, wie wir inzwischen wissen, um Überschwemmumgen vorzubeugen und große Hitze fern zu halten. Wird da Zeitnah etwas in Angriff genommen ? Das Geld ist vorhanden. Ich möchte Verbesserungen sehen. Gruß Silvia K.

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau K.,

Sie sprechen zwei zentrale Aufgaben an: Wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum – und gleichzeitig Städte und Gemeinden, die mit Hitze und Starkregen besser umgehen können.

Bayern hat finanzielle Spielräume. Entscheidend ist aber, wofür der Freistaat sein Geld einsetzt. Wir Grüne wollen deutlich stärker in den sozialen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau investieren. Gerade bei öffentlichen Grundstücken darf nicht der kurzfristige Höchstpreis entscheidend sein, sondern der langfristige Nutzen für die Menschen.

Dabei müssen wir auch viel stärker auf Bauen im Bestand setzen. Mit unserer Idee einer Umbauordnung wollen wir Umbauen, Aufstocken und Umnutzen einfacher machen. So können beispielsweise leerstehende Büro- oder Gewerbeflächen zu Wohnungen werden, ohne dafür neue Flächen versiegeln zu müssen. Das kann schneller, ressourcenschonender und oft auch kostengünstiger sein als ein kompletter Neubau.

Gleichzeitig müssen wir unsere Städte klimaresilient umbauen: mehr Grünflächen, Bäume, entsiegelte Flächen und ein konsequentes Schwammstadtprinzip helfen dabei, Regenwasser vor Ort zurückzuhalten und wirken zugleich gegen Hitze. Grünflächen sind deshalb keine Luxusausgabe, sondern wichtige Infrastruktur. 

Wir haben dazu gerade ein konkretes Antragspaket „Wassersensibles Planen und Bauen in Bayern“ in den Landtag eingebracht. Wir fordern unter anderem verbindliche Standards für Versickerung, Verdunstung und Rückhalt von Regenwasser, mehr Entsiegelung im öffentlichen Raum und eine bessere Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung des Schwammstadtprinzips.

Als baupolitische Sprecherin setze ich mich im Bayerischen Landtag dafür ein, dass wir beim Bauen stärker auf den Bestand, auf Flächensparen und auf klimaangepasste Quartiere setzen. Es braucht dafür nicht nur einzelne Förderprogramme, sondern eine langfristige Strategie und ausreichend Mittel.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Sowa

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