Torsten Felstehausen

| Kandidat Hessen
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Jahrgang
1965
Wohnort
Kassel
Berufliche Qualifikation
Dipl. Sozialpädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
Berater im ver.di Bildungswerk Hessen
Wahlkreis

Wahlkreis 3: Kassel-Stadt I

Liste
Landesliste, Platz 8
Parlament
Hessen

Hessen

In Hessen soll es mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Videoüberwachung schafft nicht mehr Sicherheit. Videoüberwachung verdrängt Kriminalität an andere Plätze. Um Unsicherheit auf Straßen und Plätzen zu verringern, braucht es Polizei vor Ort, die ggf. auch eingreifen kann. Eine anlasslose flächendeckende Überwachung lehne ich ab.
Kinder sollen grundsätzlich an einer gemeinsamen Schule unterrichtet werden.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt entsprechende Betreuungsangebote voraus. Ich setzte mich daher für eine verlässliche Ganztagsschule ein, in der alle Kinder unterrichtet werden.
Strafverfolgungsbehörden sollen Onlinedurchsuchungen durchführen und das Nutzungsverhalten von Privatpersonen im Internet überwachen dürfen ("Staatstrojaner").
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Staatstrojaner nutzen Sicherheitslücken, die auch von Kriminellen genutzt werden. Aufgabe des Staates muss es sein, diese Sicherheitslücken zum Wohle aller zu schließen und nicht sie für die eigene Überwachung zu nutzen.
Am Bau der Stromtrasse Suedlink soll auch gegen den Widerstand der Bevölkerung festgehalten werden.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Für eine funktionierende Energiewende braucht es regionale und überregionale Netze. In besiedelten Räumen können diese Trassen unterirdisch verlegt werden.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Politisches Handeln muss transparent gemacht werden. Dazu gehört ein Lobbyregister aus dem hervorgeht, wer welche Kontakte mit wem hatte, wie viel Geld für die Lobbyarbeit ausgegeben wird und an welchen Entscheidungen Lobbyisten beteiligt waren.
Asylsuchende sollen eher Sach- statt Geldleistungen bekommen.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Geflüchtete müssen die Möglichkeit der Integration haben. Dazu gehört auch Bargeld zum Einkaufen und zur Freizeitgestaltung. Sachleistungen sind teuer und mit mehr Aufwand verbunden, daher ist diese diskriminierende Behandlung abzulehnen.
Alle hessischen Schulen sollen die Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler bis in den späten Nachmittag gewährleisten können.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt entsprechende Betreuungsangebote voraus. Ich setzte mich daher für eine verlässliche Ganztagsschule ein, in der alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden.
Menschen mit geringem Einkommen sollen weniger für kulturelle Einrichtungen zahlen.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Empfänger*innen von HartzIV stehen wöchentlich weniger als 10 € für Kultur, Freizeitgestaltung und Unterhaltung zur Verfügung. Staatlich subventionierte Kultureinrichtungen sollten daher einen Sozialtarif für Menschen mit geringem Einkommen anbieten.
Die Infrastruktur für Radfahrerinnen und Radfahrer in hessischen Innenstädten soll verbessert werden.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn das Radfahren als Gleichberechtigtes Verkehrsmittel behandelt wird. Dazu gehören Radschnellwege, grundsätzlich separate Radspuren auf allen innerörtlichen Verbindungsstraßen, Radmitnahmemöglichkeit im ÖPNV uns.
Das derzeitige Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr am Flughafen Frankfurt soll beibehalten werden.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Die Menschen um den Flughafen brauchen verlässliche Ruhezeiten von 22:00 bis 6:00 Uhr. Die Start- und Landegebühren müssen sich auch an den Lärmimissionen messen. Darüber hinaus müssen Landungen nach 22:00 Uhr mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden.
Die Landesregierung soll den Bau von Sozialwohnungen vorantreiben.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Hessen braucht jährlich 10.000 neue Sozialwohnungen in öffentlicher oder gemeinwirtschaftlicher Trägerschaft. Das Grundrecht auf Wohnen darf nicht dem „Markt“ zur Spekulation überlassen werden. Die Sozialbindung muss auf mind. 15 Jahre verlängert werden.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Die Mieten in den Ballungsräumen müssen wirksam begrenzt werden. Eine Mietsteigerung die oberhalb der Inflation liegt lehne ich ab. Die Ausnahmetatbestände bei Modernisierung und Luxussanierung sind deutlich zu begrenzen.
Die Kita-Betreuung soll ab Geburt grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Betreuung von Kindern muss grundsätzlich kostenfrei sein. Dies gilt auch für Kinder unter 3 Jahren, die Hortbetreuung und die Betreuung bei mehr als 6 Stunden. Die derzeitige Kostenbefreiung ist eine Mogelpackung, die Kommunen müssen spürbar finanziell entlastet werden, um die Qualität zu verbessern
In Hessen soll es mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Torsten Felstehausen: Stimme zu
Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus sind ein Grundübel dieser Gesellschaft. Um den Rechtsruck wirksam bekämpfen zu können, braucht es mehr Bildung, mehr Aufklärung und entsprechende Aussteigerprogramme.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sind.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
In Afghanistan herrscht Krieg, ein sicheres Leben nicht möglich ist. IS, Taliban und Clans ermorden mit Anschlägen tausende von Menschen, US-Drohnen bombardieren auch die Zivilbevölkerung. Der Kampfeinsatz muss beendet werden, der zivile Aufbau unterstützt werden, erst dann ist eine Rückkehr möglich
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Den reichsten 10% der Bevölkerung gehört 60% des Vermögens, 30% der Bevölkerung hat überhaupt kein Vermögen. Diese Ungleichheit muss beseitigt werden. Ich setzte mich daher für eine stärkere Besteuerung von Einkommens- und Erbschaftsmillionären ein.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Befristete Arbeitsverträge tragen zur Verunsicherung von Lebensverhältnissen bei. Arbeit muss sicher, planbar und gerecht bezahlt werden. Befristete Verträge müssen die Ausnahme sein, Leiharbeit muss abgeschafft werden.
Es sollen verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Pflegekräfte, die im Ausland angeworben werden, fehlen dort zur Versorgung der Bevölkerung. Die Arbeitsbedingungen der Pflegenden in Deutschland müssen verbessert werden, die Arbeit muss besser bezahlt und die Care-Arbeit muss eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Torsten Felstehausen: Lehne ab
Ein Fahrverbot kann nur das letzte Mittel sein. Die Politik ist gefordert, die Industrie zu zwingen Diesel-Fahrzeuge kostenfrei nachzurüsten, mehr und kostenfreien ÖPNV anzubieten, das Radwegenetz auszubauen etc. Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, kommt ein Fahrverbot in Frage.

Über Torsten Felstehausen

Ich bin 53 Jahre alt und kandidiere für die Partei DIE LINKE im Wahlkreis Kassel I für den Hessischen Landtag.

Ich arbeite beim ver.di-Bildungswerk als Berater für Betriebs- und Personalräte zu den Themen Digitalisierung, Arbeit 4.0 und betrieblichem Gesundheitsschutz.

Was mich bewegt hat:

Seit den 1980 Jahren engagiere ich mich in politischen Zusammenhängen. Vor Ort in dem selbstverwalteten Jugendzentrum, später gegen den Nato-Doppelbeschluss und die Nutzung der Atomkraft im nahegelegenen Brokdorf und Stade. Nach meinem Zivildienst in einer Kindertagesstätte mit dem damals noch neuen „Integrationskonzept“ für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, begann ich das Studium der Sozialpädagogik in Bremen und Lüneburg.
Wer in Lüneburg wohnt, kam nicht um den Widerstand gegen das geplante Endlager in Gorleben herum. Ich engagierte mich in der Anti-Atombewegung im Wendland und überregional.

Die Ereignisse von Rostock, Möln und Solingen mobilisierten 10.000 Menschen. Die Unterkünfte von Geflüchteten mussten selbstorganisiert bewacht werden und gleichzeitig begann die Diskussion um den alltäglichen Rassismus in Staat und Gesellschaft. Schnell wurde klar, rechte Gewalt kann sich nur auf dem Hintergrund eines Duldens und Wegschauens entwickeln und diese Grenzen sind fließend.

Wenn der rechte Mob, wie in Rostock, tagelang Häuser von Geflüchteten und Migranten angreift, die Polizei tatenlos zusieht und die einzige Konsequenz der Politik die anschließende Verschärfung des Asylrechts ist, wird klar wohin die Reise geht. Dagegen gilt es sich solidarisch zu stellen, gemeinsam wachsam zu sein und aufzustehen, Gesicht zu zeigen und sich zu widersetzen. Damals in Rostock, Möln und vielen anderen Orten, heute in Freital, dem Nazikonzerten und der AfD.

Aber die Verhältnisse können nicht nur lokal und regional geändert werden. Die ungleichen Verhältnisse vor Ort, die Verteilung von Reichtum und Armut sind ein Spiegel der globalen Verhältnisse. Der globale Norden verdankt seinen Reichtum der Ausplünderung der ärmeren Länder. Freihandelsabkommen, Waffenexporte und die Unterstützung autokratischer und diktatorischer Machthaber sichern diese Ungleichheit. Dagegen die Stimme zu erheben, in Heiligendamm zum G8-Gipfel ebenso wie in Hamburg zum G20-Treffen, ist eine logische Konsequenz.

Aber all diese Diskussionen um die ökonomische Umgestaltung werden wertlos sein, wenn wir es nicht schaffen, diese Welt auch ökologisch umzugestalten. Es ist keine Frage mehr, ob es einen Klimawandel gibt, ich bezweifele sogar, ob wir ihn noch aufhalten können. Aber vielleicht, mit gemeinsamen Anstrengungen, kann es gelingen die Folgen zu verlangsamen und uns auf die Konsequenzen besser vorzubereiten. Die Ausbreitung der Wüsten, das Verschwinden großer Landmassen unter Wasser, das Abtauen der Polkappen und die Zunahme von Extremwettersituationen: all dies wird weltweite Flucht- und Wanderungsbewegungen, Dürren, Missernten und Hungerkatastrophen auslösen – und wir werden sie nicht aufhalten können. Wir können all das verdrängen, die Augen verschließen und es nicht wahrhaben wollen. Aber es geschieht trotzdem.

Wir brauchen eine andere Politik. Eine Politik, die die Verhältnisse auf den Kopf stellt. Eine Politik, die die soziale Ungleichheit beseitigt, sich für eine gerechte Verteilung der Ressourcen einsetzt und Gewalt als Mittel der Konfliktlösung ausschließt.

Aber auch der weiteste Weg beginnt mit den ersten Schritten. Diese möchte ich gemeinsam mit dir gehen!

 

Politscher Werdegang

Seit 2014 Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand der LINKEN in Hessen

Seit 2014 Mitglied im Bezirksvorstand ver.di-Nordhessen

Seit 2013 Mitglied der Gemeindevertretung der Gemeinde Kaufungen

Ab 2012 Sprecher der LINKEN im Landkreis Kassel

2009 Eintritt in die Partei DIE LINKE

2004 bis 2012 Vorsitzender des Personalrats Stadt Hessisch Lichtenau

Seit 2001 Mitglied bei ver.di

 

Persönliches

Am 12. März 1965 in Bremen geboren, verheiratet, zwei Kinder, zwei Hunde

Wohnt in Kaufungen

Alle Fragen in der Übersicht
# Umwelt 27Sep2018

(...) Was wollen Sie für den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität tun? Und auf welchem Platz stehen diese Themen auf der Agenda Ihrer Partei? (...)

Von: Znevg Yvfg

Antwort von Torsten Felstehausen
DIE LINKE

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