Worauf stützt sich Ihr Vorwurf, die Linke leugne Israels Existenzrecht, wie grenzen Sie Antisemitismus von berechtigter Politikkritik ab und warum übergehen Sie das Recht der Palästinenser?
Sehr geehrter Herr Klüssendorf, Sie verwehren sich öffentlich gegen ein Regierungsbündnis mit der Linken und unterstellen dortigen Kräften eine unzulässige Haltung gegenüber Israel ( https://taz.de/SPD-Generalsekretaer-zu-Reformen/!6220584/?hl=de-DE). Aufschlussreiche Beitragsreihen im ÖRR, wie die ZDF aspekte Reportage (https://www.zdf.de/play/reportagen/aspekte-106/gaza-israel-wahlen-100), zeigen jedoch auf, dass eine scharfe Abgrenzung zwischen tatsächlichem Antisemitismus und notwendiger, menschenrechtlich begründeter Kritik an der israelischen Politik essenziell ist. Wo genau ziehen Sie persönlich die Grenze zwischen unzulässiger Infragestellung des Existenzrechts und legitimer politischer Debatte, und wie rechtfertigen Sie es, dass das Existenzrecht der palästinensischen Bevölkerung in Ihren Äußerungen zu den Berliner Koalitionsoptionen keinerlei Erwähnung findet?

