Würden Sie Jens Spahn angesichts der aktuellen Debatten und Kontroversen bei einer erneuten Wahl erneut zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wählen?
Hintergrund meiner Frage ist die aktuelle Debatte um Jens Spahns Familiengründung durch eine Leihmutterschaft in den USA. Ich möchte dabei ausdrücklich nicht seine private Entscheidung bewerten, sondern die politische Signalwirkung.Die CDU lehnt die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ab. Für die meisten Menschen ist dieser Weg damit ausgeschlossen. Wer jedoch über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, kann ins Ausland ausweichen und dort genau das tun, was in Deutschland politisch verhindert werden soll.Mich beschäftigt der Eindruck, dass politische Regeln häufig für die Allgemeinheit gelten, während Personen mit Geld oder Einfluss Wege finden, ihre Auswirkungen zu umgehen. Auch wenn das rechtlich zulässig sein mag, wirft es aus meiner Sicht Fragen nach der Glaubwürdigkeit eines Fraktionsvorsitzenden auf.

