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Frage von Markus K. •

Wie bewertet Ihre Fraktion den Wert von durch ein Studium erworbenem Humankapital im Vergleich zu frühen Beitragsjahren im Erwerbsleben?

Sehr geehrter Herr Frei,

im Rahmen der aktuellen Debatte um eine mögliche Kopplung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre – wie Sie und andere befürworten – wird regelmäßig darauf verwiesen, dass Menschen, die früh ins Erwerbsleben starten, eher in Rente gehen könnten als jene, die später einsteigen (z. B. nach einem Studium)

Vor diesem Hintergrund möchte ich fragen:

Wie bewertet Ihre Fraktion den Wert von durch ein Studium erworbenem Humankapital im Vergleich zu frühen Beitragsjahren im Erwerbsleben?

Insbesondere interessiert mich, ob Sie der Auffassung sind, dass ein mehrjähriges, unbezahltes Studium – das durch private Investitionen und Verzicht auf Erwerbseinkommen Humankapital schafft – im Rahmen eines nach Beitragsjahren strukturierten Renteneintritts ausreichend anerkannt bzw. ausgeglichen wird und wie Sie mögliche Benachteiligungen von Akademikerinnen und Akademikern verhindern würden.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr K.,

vor Weihnachten haben wir die Rentenkommission eingesetzt, die schon in sechs Monaten planmäßig ihren Bericht vorlegen soll. Meine Erwartung ist, dass dann solche Fragestellungen, die Sie zurecht heute aufwerfen, dort aufbereitet sind. Diese werden wir dann anschließend im politischen Raum diskutieren, um die bestmöglichste Lösung für unser Land im Bereich der notwendigen Strukturreformen bei unserem System der Altersvorsorge zu finden. Eine Benachteiligung von Akademikern kann ich jedoch nicht erkennen. Deutschland ist eines der wenigen Länder, das eine hochqualifizierte akademische Ausbildung kostenfrei zur Verfügung stellt. Wenn man gleichzeitig bedenkt, dass ein Studium in der Regel deutlich höhere Einkommenschancen ermöglicht, wäre auch dieses zu berücksichtigen. Der entscheidende Punkt ist aus meiner Sicht aber die Frage, wie lange man in einem bestimmten Beruf arbeiten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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