Nachfrage: Ich hatte nicht nach den quantifizierten Folgen vermehrten CO2-Ausstosses gefragt, sondern des CO2-Verbrauchs und bitte um entsprechende Antwort
Die Frage beruht auf Ihrem von CO2-Verbrauch ausgehenden Bezugstext unter https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/thorsten-frei/fragen-antworten/um-vieviele-masseinheiten-tonnen-stiege-im-falle-eines-verzichts-auf-eine-agrardieselrueckerstattung-der
Die Aktualität ergibt sich auch aufgrund der verschiedenen Genese der Treibstoffe (v. Erdöl bis zu v.a. Rapsöl oder Biomethanol etc. etc.)
Vielen Dank!
Sehr geehrter Herr K.,
in meiner Antwort beziehe ich mich auf den transportbedingten CO2‑Ausstoß, nicht auf einen CO2‑„Verbrauch“ im chemischen Sinne. Entscheidend für den Klimaschutz ist, wie viele zusätzliche Tonnen CO2 (oder CO2‑Äquivalente) in die Atmosphäre gelangen. Ein Wegfall der Agrardieselrückerstattung würde nach meiner Einschätzung dazu führen, dass mehr Lebensmittel importiert werden müssen und sich damit die transportbedingten CO2‑Emissionen erhöhen, unabhängig davon, ob der Treibstoff aus Erdöl, Rapsöl oder anderen biogenen Quellen stammt. Biokraftstoffe können zwar entlang der gesamten Produktionskette eine günstigere Treibhausgasbilanz haben als fossile Kraftstoffe, aber für die Klimawirkung ist immer die Gesamtmenge der freigesetzten Treibhausgase maßgeblich, nicht der „Verbrauch“ von CO2.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei

