Wer soll zu welchen Bedingungen die unbezahlte Carearbeit leisten, wenn eine Ausweitung der Erwerbsarbeitszeit angestrebt wird?
Sehr geehrter Herr Frei,
vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage vom 27.03.2026 und die darin zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung für Carearbeit im Allgemeinen.
Meine Frage zielt auf einen konkreten Punkt, den Ihre Antwort offenlässt:
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie hierzu Stellung nehmen würden:
• Welche Personengruppen sollten die unbezahlte Carearbeit übernehmen?
• In welchen Zeitfenstern sollte diese geleistet werden, wenn die dafür verfügbare Zeit durch mehr Erwerbsarbeit reduziert werden würde?
• Welche konkreten Maßnahmen sind vorgesehen, um die Qualität der unbezahlten Arbeit zu sichern und strukturell bedingte Überlastungen zu vermeiden?
Es geht es mir um die praktische Umsetzung der angekündigten Reformen und deren Folgen im Alltag der Menschen.
Ohne eine Klärung dieser Punkte bleibt die
praktische Umsetzbarkeit der Reformen für mich nicht nachvollziehbar.
Ich bitte Sie um eine konkrete Antwort, für die ich mich im Voraus bedanke.
Mit freundlichen Grüßen
Frau F.
Sehr geehrte Frau F.,
die CDU setzt klar auf Familien als Kern der Gesellschaft - und ich auch. Wir wollen Erwerbsarbeit fördern – durch flexible Arbeitszeiten, ein modernes Arbeitszeitrecht und weniger Bürokratie –, ohne die Familie zu überfordern. Unbezahlte Carearbeit bleibt primär Familiensache: Eltern, insbesondere Mütter und Väter, sollen diese Aufgaben in vertrauter innerfamiliärer Arbeitsteilung bewältigen. Dazu gehören Anreize wie ein starkes Elterngeld, der Partnerschaftsbonus und der Ausbau von Kita- und Ganztagsschulen, damit Carearbeit und Beruf besser vereinbar sind.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei

