Über 12.000 Hitzetote – warum schweigen Sie, die CDU und der Bundeskanzler? Wann folgen konkrete Maßnahmen?
Guten Tag, Herr Frei,nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind vom 22. bis 28. Juni über 9.600 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Insgesamt werden es in diesem Jahr voraussichtlichweit über 12.000 sein. Bis auf eine aus meiner Sicht respektlose Antwort des Bundeskanzlers auf bei der Sommer Pressekonferenz, man werde die Entwicklung weiter beobachten, habe ich weder vom Bundeskanzler noch von Ihnen etwas zu diesem Thema gehört.Dabei verursacht extreme Hitze nicht nur tausende Todesfälle, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Schäden und belastet das Gesundheitswesen.Warum äußern Sie sich zu diesem Thema nicht öffentlich?
Falls doch: Wo kann ich Ihre Stellungnahmen finden?Wann wird der Bundeskanzler diese Katastrophe mit der gleichen öffentlichen Aufmerksamkeit behandeln wie andere Krisen? Nach dem Terroranschlag in Berlin gab es sehr schnell öffentliche Reaktionen der Bundesregierung.Vielen Dank für Ihre ehrliche Antwort.Mit freundlichen GrüßenF. B.
Sehr geehrter Herr B.,
die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts sind natürlich ernst zu nehmen. Der Vorwurf, die Bundesregierung tue nichts, trifft allerdings nicht zu: Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Hitzeschutzplan für Gesundheit aufgelegt und informiert besonders gefährdete Menschen, Angehörige, Pflegeeinrichtungen und medizinische Einrichtungen über notwendige Schutzmaßnahmen. Der konkrete Hitzeschutz wird jedoch ganz wesentlich vor Ort umgesetzt: Länder und Kommunen müssen Warnpläne entwickeln, gefährdete Menschen erreichen, für ausreichend Trinkwasser und Schatten sorgen und Einrichtungen wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Kitas und Schulen schützen. Hitzeschutz darf nicht nur aus Empfehlungen bestehen, sondern muss vor Ort zuverlässig funktionieren. Wir als Unionsfraktion unterstützen die notwendigen Prozesse gesetzgeberisch auf Bundesebene.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei

