Sehr geehrter Herr Frei, werden Sie sich in Ihrer Fraktion dafür einsetzen, die neuen Budgetierungen für die ambulante Psychotherapie (Beitragsstabilisierungsgesetz) zurückzunehmen?
Als ausländischer Student in Furtwangen wende ich mich mit größter Sorge an Sie. Der durch das Beitragsstabilisierungsgesetz bedingte Wegfall des KZT-Zuschlags und die neuen Budgetierungen führen bereits jetzt zu Aufnahmestopps bei Therapeuten.Diese Kürzungen haben potenziell lebensbedrohliche Konsequenzen. Nach schweren Krisen verdanke ich mein Leben der professionellen Psychotherapie und Antidepressiva. Gerade für Studierende ist eine verlässliche mentale Gesundheitsversorgung essenziell.Dass diese lebensrettende Infrastruktur nun derart beschnitten wird, droht eine Zweiklassenmedizin zu etablieren. Mentale Gesundheitsversorgung darf kein Luxusgut werden. Die Gewährleistung der Therapie darf nicht vom finanziellen Status abhängen.

