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Thomas Reusch-Frey
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Frage von Stephan R. •

Frage an Thomas Reusch-Frey von Stephan R. bezüglich Landwirtschaft und Ernährung

Hallo Herr Reusch-Frey, vielen Dnak für Ihre zeitnahe Antwort.

Ein Vollernter schadet dem Wald nicht nur punktuell und nicht nur alle 10 Jahre. Der Schaden, der hier angerichtet wird, ist auch nach 10 Jahren noch sichtbar. Selbst eine große Anzahl an Radfahrer würde es nie schaffen, derartige Schäden zu verursachen.

Aussagen wie: "Wir bekommen immer wieder massive Beschwerden ", wirft bei mir die Frage auf: Wer ist "WIR". Wenn es Radfahrer gibt, die ein Fehlverhalten an den Tag legen, dann müssen diese bestimmt in irgendeiner Form "behandelt" werden. Deshalb eine ganze Gruppe an Radfahrer zu belangen, erachte ich als nicht sinnvoll.

Sie schreiben, Tiere würden durch die Radfahrer erschreckt. Ich habe schon als Wanderer gesehen, dass Tiere sich vor mir erschrocken hatten. Letztlich ist dieses Verhalten v.a. dem Jäger geschuldet, der dem Tier erst vermittelt, dass der Mensch eine Gefahr darstellt. Im Übrigen: ob ein Schuss aus einem Jagtgewehr wohl ein Tier (auch über große Entfernungen) mehr erschreckt, als ein dahin rollender Radfahrer?

Herr Reusch-Frey, ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie Lobbyismus zu Gunsten von Jägern und Wanderern betreiben. Ihre Ausführungen auf ihrer Internetseite http://reusch-frey.de/landtag, unter dem Reiter "Jagd" unterstützen sodann auch meine Vermutung. Eine ernsthaft, sachliche und unbefangene Diskussion wäre dann aber mit Ihnen kaum mehr möglich,.

Herzliche Grüße
Stefan Roth

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Antwort von
SPD

Sehr geehrter Herr Roth,

wie bereits in meiner Antwort zuvor, lässt sich bezüglich der Erntegeräte sagen, dass ein Eingriff dieser nur gezielt erfolgt. Diese Fahrzeuge lösen durchaus Schäden aus. Diese Interventionen erfolgen aber nur in Zeiträumen von Jahrzehnten, da die Bäume in der Regel erst ab einem Alter von 80 oder älter entnommen werden. "Wir" sind die Abgeordneten der SPD-Fraktion.

Zu den Radfahrern muss man ehrlich sagen: Leider ist vorbildliches Verhalten und Benehmen nicht in bei allen und in jedem Falle gewährleistet. Wanderer wollen im Wald vor allem ihre Ruhe genießen, wie Sie richtig feststellen. Ich unterstütze Sie in Ihrer Aussage, dass man gegenseitig Rücksicht nehmen muss. Ich nutze ebenfalls für fast alle Strecken öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad (unter Einhaltung der Vorschriften, das ist selbstverständlich). Den Vorwurf, ich würde Lobbyismus zu Gunsten der Jäger und Wanderer betreiben, kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin für eine sichere, sinnvolle und faire Regelung für alle Beteiligten.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Reusch-Frey