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Stefan Schwartze
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Frage von Karin F. •

Werden Sie sich für eine nachhaltige psychotherapeutische Versorgung und gegen die Budgetierung von Psychotherapie einsetzen?

Sehr geehrter Herr Schwartze,
obwohl es klare Empfehlungen GEGEN eine Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen gab, soll der Gesundheitsausschuss nun hierüber entscheiden. Eine Abwägung, die aus gesamtgesellschaftlicher, ökonomischer und sozialer Sicht nur gegen die Budgetierung bisher extrabudgetärer psychotherapeutischer Leistungen ausfallen kann. Alles andere würde zu einer drastischen Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung und langfristig zu einem deutlichen Anstieg an Folgekosten (Krankenzeiten, stationäre Aufenthalte, Erwerbsunfähigkeitsberentungen, Anstieg psychisch kranker Kinder und Jugendlicher mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit als zukünftige Rentensicherer, etc.) führen.
Daher bitte ich Sie, sich für eine gute und nachhaltige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin F.

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau F.,

vielen Dank für Ihre Zuschrift zur geplanten Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen.

Sie sprechen einen zentralen Kritikpunkt am aktuellen Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz an. Die Bundesregierung – und damit auch die SPD – verfolgt mit dem Gesetz das Ziel, die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung zu sichern und Beitragserhöhungen zu begrenzen. Gleichzeitig ist der Gesetzentwurf noch nicht abschließend beschlossen, sondern befindet sich im parlamentarischen Verfahren, in dem Änderungen weiterhin möglich sind.

Ich kann Ihre Sorgen sehr gut nachvollziehen und teile Ihre Einschätzung in weiten Teilen. Auch ich sehe die Gefahr, dass Eingriffe in die bisher extrabudgetäre Vergütung psychotherapeutischer Leistungen zu einer Verschlechterung der Versorgung führen können – mit genau den Folgen, die Sie beschreiben.

Innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion wird dieser Punkt deshalb kritisch diskutiert. Es geht dabei konkret um die Frage, wie sich notwendige Einsparungen erreichen lassen, ohne die Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu gefährden. Aus meiner Sicht muss hier sehr genau abgewogen werden.

Für mich ist klar, dass die psychotherapeutische Versorgung auch künftig verlässlich und bedarfsgerecht sichergestellt sein muss. Eine Entwicklung hin zu längeren Wartezeiten oder eingeschränktem Zugang halte ich für höchst problematisch. Dafür setze ich mich in den laufenden Beratungen konkret ein.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Schwartze

 

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