Warum sollen Beamte mit „fiktivem Einkommen“ für die Staatskasse sparen – Abgeordnete aber nicht?
Herr Schneider, Sie waren selbst Beamter. Und werden nach der Politik vielleicht ja ganz bald wieder einer sein.
Heute verteidigen Sie ein neues Besoldungsmodell, das bei der Berechnung der notwendigen Alimentation ein fiktives Einkommen eines Partners unterstellt – auch wenn dieses Einkommen tatsächlich gar nicht erzielt wird.
Natürlich sind die öffentlichen Haushalte knapp, und Beamtenbesoldung kein Publikumsliebling.
Dann sollte man aber auch ehrlich sagen, dass es bei diesem Modell darum geht, den fiskalischen Aufwand für das Land zu begrenzen, statt hier Nebelkerzen zu werfen.
Was mich wundert: Bei der eigenen Vergütung der Abgeordneten scheint dieser Sparmaßstab nicht zu gelten.
Warum wird bei den Beamten mit einem fiktiven Einkommen gerechnet, um den staatlichen Aufwand zu begrenzen, während die Abgeordneten bei ihrer eigenen Vergütung keinen vergleichbaren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten?

