Frage an Stefan Politze von Gvz Treore bezüglich Verkehr und Infrastruktur

10. Februar 2020 - 17:07

Sehr geehrter Herr Politze,

können Sie mir erklären, warum in Hannover nicht alle Kinder in den Schulferien freie Fahrt im Regionalverkehr haben, sondern nur manche? (siehe https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Verwaltungen-Kommu… )

Nur Kinder, die mehr als 2 km von der Schule entfernt wohnen, kommen seit Jahresbeginn in den Genuß, auch außerhalb der Schulzeit auf allen Strecken im GVH freie Fahrt zu genießen. Vorher konnten sie die kostenlose KSchülerkarte nur während der Schulzeit und nur in den Zonen zwischen Wohnort und Schule nutzen, jetzt immer, auch in den Ferien und im ganzen GVH. Das geht auf Kosten der Allgemeinheit.

Viele Kinder in der Stadt kommen aber nicht in den Genuß dieser Wohltat. Finden Sie das soziale Politik? Die Kinder aus dem Speckgürtel, die mit dem SUV zum Gymnasium gefahren werden, bekommen von den Eltern der Stadtkinder die Fahrten außerhalb der Schulzeit udn fernab des Schulverkehrs bezahlt, müssen selbst aber teure Tickets kaufen. Wir haben hier in der Südstadt Hannovers vier Gymnasien und weil wir klimafreundlich wohnen, nämlich in der Stadt, und unsere Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad erledigen, sollen wir für die Busse dann bezahlen, während die Leute aus den Vororten Freifahrten geschenkt bekommen. Sieht so sozialdemokratische Klima- und Verkehrspoltik aus? Und welches ist die Sach- und Rechtsgrundlage für derartige Ungleichbehandlungen?

Mit freundlichen Grüßen

Frage von Gvz Treore