Wie wird der in Vladivostok vom Fangschiff Kapitan Oleynichyk verschiffte, von einer GmbH aus Ihrem Wahlkreis vertriebene Seelachs aus LIDL-Tiefkühltruhe angriffskriegsfinanzierungspolitisch bewertet?
Über welche Route wird der in Vladivostok in der Russ. Föderation vom Fangschiff Kapitan Oleynichyk (Baujahr 1985: https://www.vesselfinder.com/de/vessels/details/8625961) laut Verpackung verfrachtete und verschiffte, von Greenland Seafood Europe GmbH aus Bremen (mit Sitz in Ihrem Wahlkreis) vermarktete MSC Alaska Seelachs aus der LIDL-Tiefkühltruhe nach Deutschland importiert?
Wie viel Geld fließt so an den Fiskus der Russ. Föderation zurück?
Gibt es eine angriffskriegsfinanzierungspolitische Bilanzierung dieser Importe? Sind diese Importe und die Erlöse der Greenland Seafood Europe GmbH aus Ihrem Wahlkreis im Interesse der deutschen Wirtschaft?
Sehr geehrter Herr H.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die Frage, inwieweit Handelsströme indirekt zur Finanzierung des russischen Angriffskrieges beitragen, ist eine sicherheitspolitische Kernfrage, die wir in der CDU-geführten Bundesregierung sehr ernst nehmen.
Unser Ziel ist es, Abhängigkeiten von russischen Ressourcen konsequent abzubauen, um keine Finanzierung der Kriegsmaschinerie zuzulassen. Auch von Unternehmen in meinem Wahlkreis erwarte ich hier Sensibilität und die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben.
Für mich steht fest: Die Sicherheit Europas und die Schwächung der russischen Aggression haben Vorrang vor kurzfristigen Handelsinteressen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Serap Güler

