Wird es bzgl. 45er Altersrentner und neuer Grundsicherung eine Verbesserung geben?
Sehr geehrte Frau Güler,
ich habe 45 Jahre Beiträge eingezahlt und erhalte eine kleine Rente zzgl. Grundrentenzuschlag sowie Grundsicherung im Alter. Da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann (obwohl ich’s gern würde), sehe ich mich z.Zt. auf verlorenem Posten. Die finanzielle Situation wird immer schwerer. Rentenerhöhungen, die etwas verbessern würden, werden sofort von der Grundsicherung abgezogen (281,50€ ist schon berücksichtigt). Ich erinnere mich an die Aussage, Lebensarbeitsleistung muss nach 45 Beitragsjahren berücksichtigt werden. Ich höre leider nichts von einer Verbesserung und habe das Gefühl, man wird vergessen. Steht eine Erhöhung von Freibeträgen, die die stetigen Preiserhöhungen zumindest etwas abfedern, noch im Raum, oder wird in dieser Hinsicht noch etwas Positives zeitnah kommen? Über eine Antwort würde ich mich freuen und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Siegbert S.
Sehr geehrter Herr S.,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre offenen Worte und das Vertrauen. 45 Jahre an Beitragszahlungen sind eine beeindruckende Leistung, auf der unser gesellschaftlicher Wohlstand mit aufgebaut wurde. Dass Sie nun das Gefühl haben, trotz dieser jahrzehntelangen Arbeit im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein und zudem durch gesundheitliche Einschränkungen belastet werden, berührt mich.
Ich kann Ihren Unmut darüber, dass Rentenanpassungen oft unmittelbar mit der Grundsicherung verrechnet werden, sehr gut nachempfinden, da dies dem Kern unserer Überzeugung von Leistungsgerechtigkeit widerspricht. Für uns als Union ist klar: Wer ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt hat, muss am Ende spürbar mehr in der Tasche haben als derjenige, der keine Beiträge geleistet hat. Deshalb ist es mir wichtig zu betonen, dass wir mit der Einführung des neuen Grundsicherungsgeldes im Sommer 2026 genau hier ansetzen: Wir wollen die Freibeträge so ausgestalten, dass Ihre Lebensleistung nicht durch bürokratische Verrechnungen entwertet wird. Zudem entlasten wir Sie bereits ab diesem Jahr ganz direkt bei den Wohnnebenkosten – etwa durch den Wegfall der Gasspeicherumlage und staatliche Zuschüsse zu den Strom-Netzentgelten. Diese Ersparnisse bleiben Ihnen in voller Höhe erhalten, um die Preiserhöhungen im Alltag abzufedern. Für mich als CDU-Politikerin bleibt das Ziel klar: Wer 45 Jahre das System getragen hat, darf am Ende nicht der Verlierer sein.
Ich wünsche Ihnen für Ihre Gesundheit und Ihre persönliche Situation alles erdenklich Gute und viel Kraft.
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Serap Güler

