Bitte um Unterstützung bei der Rettung der Psychotherapie. Sind Sie dabei?
Sehr geehrte Frau Bätzing-Lichtenthäler,
ich spare mir größere Erläuterungen oder copy-paste-Inhalte zum Sachverhalt, da ich davon ausgehe, dass Sie diese zur genüge erhalten. Ich bitte Sie um Unterstützung und Ihren Einsatz für die gesetzlich Versicherten und die Psychotherapeut*innen!
Ich bin analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und habe einen halben Kassensitz in Mainz Gonsenheim.
Jede Woche erhalte ich bis zu 3 Anfragen nach Therapieplätzen, die ich größtenteils nicht bedienen kann und den Betroffenen Absagen erteilen muss. Nun soll weiter gekürzt werden, das ist unverantwortlich!
Ich mache mir große Sorgen um die ambulante psychotherapeutische Versorgung und um meine berufliche Existenz.
Bitte helfen Sie!
Mit freundlichen, sehr besorgten Grüßen
Theresa B.
Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VAKJP)
Gruppenpsychotherapie
Säugling-Kleinkind- Eltern-Psychotherapie
Sehr geehrte Frau B.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie sich mit Ihren Sorgen an mich wenden.
Ich nehme Ihre Schilderungen sehr ernst – und ich teile Ihre Sorge ausdrücklich. Dass Sie Woche für Woche so viele Anfragen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ablehnen müssen, weil die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen, zeigt eindrücklich, wie angespannt die Situation in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung bereits heute ist.
Gerade Kinder und Jugendliche dürfen nicht monatelang auf dringend benötigte Hilfe warten. Deshalb sehe ich die angekündigten Kürzungen mit großer Besorgnis. Sie würden die ohnehin schwierige Versorgungslage weiter verschärfen und sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeutinnen zusätzlich belasten.
Seien Sie versichert, dass wir uns seitens des Landes Rheinland-Pfalz mit Nachdruck für eine gute und bedarfsgerechte psychotherapeutische Versorgung einsetzen. Wir werden alles daransetzen, uns gegen Verschlechterungen zulasten der gesetzlich Versicherten und der ambulanten Versorgung einzusetzen und die Anliegen der Betroffenen sowie der Behandelnden deutlich gegenüber den zuständigen Stellen zu vertreten.
Ich danke Ihnen herzlich für Ihren täglichen Einsatz für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ihr Engagement ist von unschätzbarem Wert.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdL

