Wie schätzen Sie die Zukunft der kassenärztlichen Versorgung in der Region Eichstätt ein?
Durch die Vergütungsdeckelung bei gleichzeitig steigenden Kosten drohen auf dem Land Praxisaufgaben ohne Nachfolger, wegfallende Terminvermittlungen und weniger ambulante Operationen. Die Folge wären längere Wege und Wartezeiten für Patienten, die dort kaum Ausweichmöglichkeiten haben. In der Stadt Eichstätt selbst gibt es nur wenige niedergelassene Fachärzte für Psychiatrie, und die ohnehin knappe psychotherapeutische Versorgung auf dem Land dürfte sich durch die Budgetierung weiter verschlechtern. Verbände warnen deshalb vor einer deutlichen Ausdünnung der ländlichen Versorgung insgesamt.
Eichstätt ist ein Lehrbuchbeispiel, wenn es um die Debatte in der GKV geht: Bereits jetzt ist es ein hausärztliches Fördergebiet, es gibt eine kleine Kreisklinik und die Facharzt- und Psychiatrieversorgung ist teils nur mit einer Fahrt nach Ingolstadt möglich. Die Vergütungsdeckelung trifft genau die Praxen, für deren Nachbesetzung die KVB heute schon Fördergeld zahlen muss.
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