Reinhard Brandl
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CSU
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Frage von Paul F. •

Wie schätzen Sie die Zukunft der kassenärztlichen Versorgung in der Region Eichstätt ein?

Durch die Vergütungsdeckelung bei gleichzeitig steigenden Kosten drohen auf dem Land Praxisaufgaben ohne Nachfolger, wegfallende Terminvermittlungen und weniger ambulante Operationen. Die Folge wären längere Wege und Wartezeiten für Patienten, die dort kaum Ausweichmöglichkeiten haben. In der Stadt Eichstätt selbst gibt es nur wenige niedergelassene Fachärzte für Psychiatrie, und die ohnehin knappe psychotherapeutische Versorgung auf dem Land dürfte sich durch die Budgetierung weiter verschlechtern. Verbände warnen deshalb vor einer deutlichen Ausdünnung der ländlichen Versorgung insgesamt.

Eichstätt ist ein Lehrbuchbeispiel, wenn es um die Debatte in der GKV geht: Bereits jetzt ist es ein hausärztliches Fördergebiet, es gibt eine kleine Kreisklinik und die Facharzt- und Psychiatrieversorgung ist teils nur mit einer Fahrt nach Ingolstadt möglich. Die Vergütungsdeckelung trifft genau die Praxen, für deren Nachbesetzung die KVB heute schon Fördergeld zahlen muss.

FYI!

Was bringt das EI!

Reinhard Brandl
Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr F.,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Mir ist bewusst, dass diese Änderung große Herausforderungen für den gesamten Gesundheitssektor mit sich bringt. Das Gesetz wurde vor etwas mehr als einer Woche verabschiedet. Die meisten Änderungen treten erst noch inkraft. Daher bitte ich um Verständnis, dass man die Auswirkungen bis hinunter in eine einzelne Stadt heute noch nicht seriös einschätzen kann. 

Es ist aber absehbar, was ohne eine Gesetzesänderung passiert wäre. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung steigen seit Jahren stärker als die Einnahmen. Dies werden wir mit dem neuen Gesetz überwinden. Künftig sind die Ausgaben- und Einnahmenentwicklung besser aneinander gekoppelt.

Ohne eine Reform wären die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung weiter angestiegen und somit auch die Kosten für Arbeit in unserem Land. 

Mir ist bewusst, dass damit die von Ihnen aufgeworfenen Fragen der Versorgung auf dem Land noch nicht gelöst sind. Das war aber auch nicht Kernziel dieses Gesetzes. Hierfür wird es im Laufe der Legislaturperiode noch weitere Maßnahmen geben.

Sehr geehrter Herr F., nochmals vielen Dank für Ihre Frage. 
 

Ihr Reinhard Brandl.

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