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Ralph Lenkert
DIE LINKE
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Frage von Qnavryn Pbyrzna an Ralph Lenkert bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 26. Juli. 2019 - 07:46

Kranke Kinder haben Rechte–Bitte werden Sie aktiv!

Sehr geehrter Herr Lenkert,

die UN-Kinderrechtskonvention garantiert Kindern das Recht auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit und eine bestmögliche medizinische Versorgung (Art. 24, UN-KRK). Im deutschen Gesundheitssystem wird dieses Recht derzeit nicht angemessen geachtet! In unseren Kinderkliniken ist eine umfassende, altersgerechteund gleichzeitig hochspezialisierte Betreuung kranker Kinder infolge von unzureichenden Ressourcen gefährdet. In SGB V wird definiert, dass medizinische Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen. Dies ist nicht im Einklang mit den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention. Gerade die Behandlung kranker Kinder erfordert besonderes Einfühlungsvermögen, Fürsorge und Zeit –Aspekte, die nicht ausschließlich nach ökonomischen Kriterien bemessen werden können. Wenn wir im deutschen Gesundheitswesen die Rechte kranker Kindervollumfänglich respektieren wollen, sind Reformen angezeigt. Als Wähler in Ihrem Stimmkreis ist es mir wichtig, Ihre Einstellung zu dieser Problematik zu erfahren. Auf der Website www.kranke-kinder-haben-rechte.de finden Sie einen 6-Punkte-Plan für eine bessere Achtung der Rechte kranker Kinder in unserem Land („Tutzinger Plädoyer“).

Können Sie sich vorstellen, Ihren persönlichen Einfluss wirksam werden zu lassen und die große Allianz für kranke Kinder zu unterstützen?

Herzlichen Dank!

Von: Qnavryn Pbyrzna

Antwort von Ralph Lenkert (LINKE) 27. Aug. 2019 - 14:18
Dauer bis zur Antwort: 1 Monat 2 Tage

Sehr geehrte Frau Pbyrzna,

vielen Dank für ihre Zuschrift auf abgeordnetenwatch.de. Ihren Aufruf " Kranke Kinder haben Rechte–Bitte werden Sie aktiv!" kann ich nur unterstützen. Zwar bin ich kein Gesundheitspolitiker, aber dass unser Gesundheitssystem auch die Rechte kranker Kinder gemäß der UN-Kinderrechtskonvention nicht im entsprechenden Umfang achtet, bekomme ich leider immer wieder mit. Das "Tutzinger Plädoyer" unterstütze ich inhaltlich und werde zukünftig gerne auf die Initiative verweisen. Bezogen auf die Rechte von Kindern möchte ich Sie noch auf das Engagement der Fraktion DIE LINKE aufmerksam machen. Auch in dieser Wahlperiode hat unser Genosse Norbert Müller am 06.06.2019 einen Gesetzentwurf für die Fraktion ins Plenum eingebracht, der die Rechte von Kindern und Jugendlichen stärker im Grundgesetz verankern soll. Die Debatte zum Thema können Sie sich hier noch einmal anschauen: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw23-de-kinderrechte-... Sie sehen, wir engagieren uns bereits für die Rechte von Kindern und Jugendlichen und erhöhen den Druck auf unsere zögerliche Bundesregierung mit unseren parlamentarischen Initiativen.

Unabhängig von Kindern, setzt sich meine Fraktion dafür ein, dass jeder Kranke jede notwendige und bestmögliche Behandlung im Krankheitsfall erhält. Für uns gehört dies zur Daseinsvorsorge und es ist falsch und unmenschlich, dass im privatisierten Gesundheitssystem das Profitstreben auf dem Rücken kranker Kinder und aller kranken Menschen ermöglicht wird.
Daher fordern wir die Privatisierungen im Gesundheitswesen zu stoppen und umzukehren, wir LINKEN fordern die gesetzliche Krankenversicherung deutlich zu stärken.
Die Zahl der Krankenkassen ist zu reduzieren und wir wollen, dass alle Einkommen ohne Beitragsbemessungsgrenze in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen (auch Selbstständige, Abgeordnete und Beamte). Bei kompletter Umsetzung unserer Vorschläge könnte die gesundheitliche Betreuung ausgeweitet und verbessert werden, die Zuzahlungen und Eigenleistungen wieder von den Krankenkassen bezahlt werden, die flächendeckende Versorgung gesichert werden und das zu einem Beitragssatz von unter 14 Prozent.

Ich werde mich für die Rechte kranker Kinder und die Rechte aller Kranken einsetzen.
Als Umweltpolitiker sehe ich meine Verantwortung auch in der Erhaltung oder Wiedererlangung einer gesunden Umwelt ohne Gifte, Schadstoffe und andere schädliche Umwelteinflüsse.

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Lenkert