Warum betrachten Sie staatliche Transparenz als Belastung?
Sehr geehrter Herr Amthor,
Sie haben bereits 2025 eine grundlegende „Neujustierung“ des Informationsfreiheitsgesetzes befürwortet. Nun haben CDU, CSU und SPD weitreichende Einschränkungen beschlossen: ein „berechtigtes Interesse“, zusätzliche Ausnahmen, stärkere Schwärzungen und Gebühren nach dem Kostendeckungsprinzip.
Für Bürger und Journalisten könnte dies bedeuten, dass staatliche Verträge, Lobbykontakte, interne Warnungen und politische Entscheidungswege erheblich schwerer überprüfbar werden.
Warum soll aus einem voraussetzungslosen Recht auf Information ein Zugang werden, dessen Notwendigkeit Bürger erst gegenüber dem Staat begründen müssen?
Wie passt dies zu dem Anspruch, staatliche Strukturen zu modernisieren und das Vertrauen in die Politik zu stärken? Werden Sie diesen Einschränkungen zustimmen?

