Portrait von Peter Zimmer
Peter Zimmer
Tierschutzpartei
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Peter Zimmer zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von Hartmut G. M. •

Frage an Peter Zimmer von Hartmut G. M. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Darf man Kritik an der EU den Rechten überlassen?

Ich meine, die Personenfreizügigkeit z.B. führt in meinen Augen zu einem Nützlichkeitsrassismus. In einem Selbsthilfeheft namens " Optimisten" berichten fibromyalgiekranke Menschen, wie sie durch Zuwanderer ausgewechselt wurden.
Können Sie nicht verstehen, dass sich solche Menschen deshalb als Verlierer vorkommen?

Herr Juncker sagte laut Wikiquote folgendes:

"»Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!« Nirgendwo besser, nirgendwo eindringlicher, nirgendwo bewegender ist zu spüren, was das europäische Gegeneinander an Schlimmstem bewirken kann. Das Nicht-Zusammenleben-Wollen und das Nicht-Zusammenleben-Können haben im 20. Jahrhundert 80 Millionen Menschen das Leben gekostet. Jede Stunde des Zweiten Weltkrieges hat 1045 Tote gebracht." - Gedenkrede im Deutschen Bundestag anlässlich des Volkstrauertages am 16. November 2008. gouvernement.lu [Anm.: Im ersten Teil zitiert Juncker aus seiner gehaltenen Rede auf dem Soldatenfriedhof in Luxemburg am 4. Juni 2005]
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." - zitiert von Dirk Koch: Die Brüsseler Republik. Der SPIEGEL 52/1999 vom 27. Dezember 1999, S. 136, spiegel.de

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Jean-Claude_Juncker

Nun erneuerte der Kandidat der EV diese Aussage, wie Sie in diesem Bericht nachlesen können:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article128101650/Juncker-schickt-Europagegner-auf-die-Friedhoefe.html

Ist das in Ordnung? Verwechseln manche nicht Kritik an der EU mit Kritik an Europa?

Portrait von Peter Zimmer
Antwort von
Tierschutzpartei

Lieber Hartmut G. Mayer,
vielen Dank für Ihre Anmerkungen und Fragen.

Wenn Menschen ihre Arbeitsstelle krankheitsbedingt verlieren, ist es oft für sie ein schwerer Schicksalsschlag. Da dürfte jedoch die Herkunft der neuen Arbeitskraft eigentlich nicht eine wesentliche Rolle spielen oder ausschlaggebend sein.

Durch Arbeitsfreizügigkeit könnten wiederum für den Kranken neue Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen, welche ohne Europa und die EU nicht möglich gewesen wären. Ähnlich ist es mit vielen anderen Dingen und auch die EU - es gibt immer mehr Seiten.

Zu Ihrem Zitat:
"...wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt..."

Das ist nicht in Ordnung aber das ist die bisherige Politik der herrschenden Parteien. Und damit es nicht so bleibt wie es ist, ist es jetzt um so wichtiger, dass Wahlberechtigten sich aufraffen zur Wahl zu gehen um die verbrauchten lobby-hörigen Politiker abzuwählen. Genau deshalb, brauchen wir auch kleine Parteien wie die Tierschutzpartei und Europa Kandidaten die doch noch ein Geschrei machen.

Ich Unterscheide sehr wohl zwischen Europa-Politik und dem Europa mit seinen individuellen Bürgern wodirekte Demokratie und die Rechte für Mensch, Umwelt und Tiere eine vorrangige Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Peter Zimmer