Warum wird die " Just in Time Lieferung" nicht gestoppt um die maroden Brücken und Strassen vor der Überbelastung durch LKW s zu entlasten ?
Sehr geehrter Herr Schnieder,
in den 1980 er wurde die " Just in Time Lieferungen" eingeführt um der Automobilindustrie die Lagerkosten zu ersparen.
Dafür müssen wir (die Bürger) heute die Zeche zahlen!!!
Viele Brücken sind durch den erhöhten Lkw Verkehr überlastet worden und heute baufällig.
Von der erhöhten Umweltbelastung mal abgesehen.
Können und wollen wir uns so einen Zustand heute noch leisten ??
Keiner spricht davon, diese Reglung wieder umzukehren!
Warum eigentlich nicht ?
Ist die Lobby so stark und wird deshalb nicht im Sinne der Bevölkerung entschieden ??
Die Autoindustrie und ein paar Andere sparen und der Bürger bezahlt.
Der Volkswirtschaftliche Schaden durch marode Straße und Brücken ist wesentlich höher als die Einsparungen.
Werden Sie sich in Zukunft für eine Änderung dieses Privilegs der Autoindustrie einsetzen?
Mit freundlichen Grüßen
U. Z.
Sehr geehrter Herr Z.,
die hohe Belastung unserer Straßen und Brücken durch den Lkw-Verkehr ist unbestritten. „Just in Time“ ist allerdings keine staatliche Regelung und kein gesetzliches Privileg, sondern eine privatwirtschaftliche Form der Produktions- und Lieferorganisation. Ein Verbot würde einen weitreichenden Eingriff in betriebliche Abläufe darstellen und zudem nicht automatisch zu weniger Güterverkehr führen.
Als Bundesverkehrsminister habe ich mich deshalb darauf konzentriert, marode Brücken schneller zu modernisieren, den Güterverkehr stärker auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern und den Lkw-Verkehr angemessen an seinen Infrastrukturkosten zu beteiligen. Diesen Weg halte ich weiterhin für zielführender als ein pauschales Verbot bestimmter Lieferkonzepte.
Mit freundlichen Grüßen
Patrick Schnieder

