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Parsa Marvi
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Frage von Carola S. •

Wie stehen Sie zu einem bundesweiten Böllerverbot?

Sehr geehrter Herr Mavi,

Ihnen zuerst einmal ein gutes Neues Jahr.

Mittlerweile ist der 4.1. In meinem Karlsruher Viertel stehen noch immer die Reste des Silvesterfeuerwerks herum, für deren Entsorgung sich die Verursacher offenbar nicht interessieren.

Angesichts der Belastung durch Feuerwerk in Form von Müll, Feinstaub und natürlich Lärm möchte ich Sie fragen, ob Sie sich im kommenden Jahr nicht für ein bundesweites Böllerverbot stark machen möchten. Es leiden vor allem kleine Kinder, (Wild-)Tiere, Rettungs- und Einsatzkräfte, medizinisches Personal und alle Menschen, die auch um Silvester herum schlafen und auf die Straße trauen möchten unter dem Egoismus einiger weniger.

Sämtliche Umfragen bestätigen den Wunsch der Mehrheit nach einem Verbot.

Mit freundlichen Grüßen,

Carola S.

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie dieses Thema ansprechen.

Die Probleme rund um Silvester sind offensichtlich: Viele Einsatzkräfte werden angegriffen oder massiv behindert, jedes Jahr gibt es zahlreiche Verletzte, erhebliche Mengen an Müll sowie Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner, Tiere und die Umwelt. Das können wir nicht einfach als unvermeidliche Begleiterscheinung hinnehmen.

Ich bin deshalb der Auffassung, dass wir den Umgang mit Feuerwerk neu organisieren sollten. Ein Jahreswechsel mit schönen Lichteffekten und gemeinschaftlichem Feiern ist auch möglich, ohne dass überall privat Raketen und Böller gezündet werden. Professionell organisierte Feuerwerke an zentralen Orten können eine gute Alternative sein. Sie ermöglichen ein gemeinsames Erlebnis und reduzieren zugleich viele der heutigen Probleme.

Mir geht es dabei nicht darum, Traditionen abzuschaffen. Vielmehr sollten wir sie so weiterentwickeln, dass Sicherheit, Rücksichtnahme und Umweltverträglichkeit stärker berücksichtigt werden. Dazu gehört auch ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Pyrotechnik sowie der bestmögliche Schutz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten.

Ich halte es für richtig, diese Diskussion offen zu führen und Lösungen zu entwickeln, die den berechtigten Wunsch nach einem schönen Jahreswechsel mit den Interessen der Allgemeinheit in Einklang bringen.

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Parsa Marvi

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