Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

(...) Mietwohnungen könnten günstiger gebaut werden, wenn die Stadt zukünftig ihre Grundstücke nur noch auf langfristiger Erbpachtbasis vergibt und damit den Wertzuwachs der Grundstücke nicht mehr Privatinvestoren in die Tasche fließen lässt. Auch wird zum Bau der Wohnungen oder Häuser deutlich weniger Kapital benötigt, was zu einer günstigeren Miete führen müsste. (...)

Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen
21. Februar 2020

(...) Ich bin daher ein großer Anhänger von intelligenten Mischlösungen: Wir benötigen einen freien Wohnungsmarkt, aber wir benötigen gleichzeitig starke sozial orientierte Akteure wie die sehr erfolgreichen Hamburger Baugenossenschaften und städtische Wohnungsanbieter. Darüber hinaus sollte es auch jungen Familien möglich sein, Immobilienbesitz zu entwickeln. Das ist in Hamburg immer schwerer möglich: So sind Preise für moderate Reihenhäuser in den Stadtrandbezirken wie Bergstedt, Poppenbüttel, Rissen oder Langenhorn inzwischen ab 400.000 EUR zu kaufen … das ist für eine Familie auch in Zeiten des Niedrigzinses immer noch eine sehr hohe Summe. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

(...) Thema Energie: Trotz steigender Effizienzen bei Haushaltsgeräten, besseren Isolierungen von Häusern und bewusstem Konsumverhalten, zeigt sich der Energieverbrauch konstant. Wie ist Ihre Vision für eine regenerative Energiepolitik in Hamburg? Welche Kernmaßnahmen wollen Sie in den nächsten 4 Jahren in Angriff nehmen? (...)

Umwelt
20. Februar 2020

(...) wird dort die öffentliche Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden gedimmt). Austausch ist in einer hochkomplexen Welt alles! (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Errichiello!

Gesundheit
19. Februar 2020

(...) In einer hochtechnisierten Welt sind wir mit einer Vielzahl von positiven wie auch negativen Auswirkungen konfrontiert. Zu den negativen Auswirkungen zählt sicherlich „Elektrosmog“, wobei in der Wissenschaft nicht unumstritten ist, in welchen Toleranzen von „Smog“ zu sprechen ist. Ich nehme durchaus die differenten Ansichten zur Kenntnis, bin aber - dies gehört auch zu einem ehrlichen Politikverständnis - kein Experte um genau bewerten zu können, wie die Situation im Bereich der Hafencity ist und welche Emissionen dort aus welchen Gründen anfallen. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Wie möchten Sie dafür sorgen, dass die Zukunft der Kinder weniger vom soziokulturellen Hintergrund der Eltern bestimmt wird?

Wissenschaft, Forschung und Technologie
19. Februar 2020

(...) Hier ist die Grundlage für eine gelingende, selbstbestimmte Entwicklung. Deshalb: Familien müssen in ihrem Alltag gestärkt werden (u.a. bezahlbarer Wohnraum, flexible Arbeitszeitmodelle, aber auch individuelle Erziehungsmodelle, die vornehmlich, aber nicht nur den KITA-Gedanken in den Fokus rücken). (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

(...) Grundsätzlich werden direkte (staatliche Eingriffe) in den Markt - wie eine gesetzlich festgelegte Mietobergrenze - von Ökonomen kritisch beäugelt, da sie zu sehr in das Marktgeschehen eingreifen. Höchstmieten können in diesem Kontext langfristig unangenehme Folgen haben, weil die tiefen Höchstmieten die Investitionen in den Wohnungsmarkt hemmen, was auf lange Sicht zu einem Rückgang des Wohnungsangebots führt. In der Folge steigt dann der Nachfrageüberhang langfristig. (...)

Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen
18. Februar 2020

(...) Diese Leitlinie vorausgesetzt, gilt es nunmehr eine politisch gewollte Balance zwischen Markt und Grundrecht herzustellen. Allerdings: Ich bin gegen eine absolute Mietpreisbremse, denn Marktdruck lässt sich nicht verordnet steuern. In der Regel entstehen umregulierte „Schattenmärkte“, die zwar die korrekten Fakten dokumentieren, aber nicht in der Realität vorkommen. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Finden Sie, dass „die Familie“ extra Unterstützung braucht?

Familie
17. Februar 2020

(...) Nur zu gut kenne ich die Herausforderung Familie und Beruf in einem gesunden Gleichgewicht zu halten - das gelingt nicht immer … Für uns als Familie war vor einigen Jahren die Abschaffung der KITA-Gebühren eine konkrete Hilfestellung, die bis heute für uns eine anpackende (sozialdemokratisch orientierte) Politik deutlich macht … diese pragmatischen Lösungen muss man nicht nur andenken, sondern auch durchsetzen (wollen). Darüberhinaus geht es um die Förderung von (bezahlbaren) Wohnraum für Familien (bspw. durch die weitere Stärkung der Wohnungsbaugenossenschaften in Hamburg) und eine Stadt in der bspw. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Haben Sie Vorschläge zur Unterbezahlung von Universitätsprofessoren? (...)

Wissenschaft, Forschung und Technologie
16. Februar 2020

(...) Ihre Frage ist vielschichtig und ich möchte Sie aus meinem persönlichen Erfahrungen als Praktiker und Hochschullehrer beantworten: Sicherlich sind die Universitäten und Hochschulen in den vergangenen Jahren besser ausgestattet worden (Hamburg als Exzellenz-Universität), gleichzeitig ist es so, dass gerade praxisorientierten Quereinsteigern eine anschließende Hochschulkarriere schwer gemacht wird: Das liegt zum einen an den (im Vergleich zur freien Wirtschaft) spürbar reduzierten Bedingungen und zum anderen an den zahlreichen Hürden und „ungeschriebenen Gesetzen“ der Mitarbeiterauswahl in den Universitäten und Hochschulen. Quereinsteiger werden vom Kollegium eher kritisch betrachtet, weil sie in der Regel nicht die „typischen“ Attribute (Veröffentlichungen, klare aufeinander aufbauende Karriereausrichtung) aufweisen können - auch wird „Praxis“ nicht unbedingt wertgeschätzt. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Hallo, was werden Sie in Hamburg für die Luftreinheit unternehmen (Stichwort Cruisedays, Smart City, Luftverschmutzung).

Umwelt
16. Februar 2020

(...) Diesbezüglich wurden in den vergangenen Jahren bereits einige sinnvolle Maßnahmen ergriffen. Darüber hinaus ist für mich die langfristige strategische Perspektive, alle ÖPNV-Angebote drastisch in den Kosten (je nach Einkommensniveau gestaffelt) zu reduzieren und für einige Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Studierende, Rentner) vollends kostenfrei anzubieten. Nur dies wird den Individualverkehr dauerhaft reduzieren … das wird nicht sofort gelingen, aber Politik sollte auch langfristige Ziele haben. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

(...) Es ist schon klar, dass das teuer werden wird, abgesehen von den erheblichen Staus, die entstehen werden, wenn in ganz HH die Straßen aufgerissen werden, um Schienen zu verlegen. Haben Sie mal über Oberleitungsbusse nachgedacht, wäre das nicht erheblich günstiger und einfacher zu bauen?

Verkehr
13. Februar 2020

(...) Meine „Neutralität“ beruht momentan noch auf mangelnder Sachkenntnis. Meine grundsätzliche Haltung ist, dass sämtliche Verkehrsträger zu fördern sind, die den Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV befördern. Dies unter der Berücksichtigung von ökologischen, aber auch ökonomischen Faktoren. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

(...) auf der Tourismus-Homepage der Stadt Hamburg wird so die Herbertstraße beschrieben: „Vor neugierigen Blicken geschützt, gibt es hier käufliche Liebe. Der Zutritt ist nur für Männer über 18 Jahren erlaubt: Die berühmt-berüchtigte Herbertstraße in Hamburg. (...)

Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen
06. Februar 2020

(...) Da mögen marketingtechnische Abwägungen lieber in den Hintergrund gedrängt werden. Was die Abwägung aus Zeitgeist, „Kulturgut“ und Tourismusattraktion angeht, möchte ich mir (noch) kein Urteil erlauben. Als Laie weiß ich, dass in den vergangenen Jahren die rechtliche Situation der Prostitution einigen Änderungen/Grundregelungen unterworfen wurde. (...)

Oliver Errichiello
Frage an
Oliver Errichiello
SPD

Hallo Herr Errichiello, Ihr Parteikollege Scholz - völlig im jetzigen Amt überfordert - wirbt für eine Finanztransaktionssteuer, die dem kleinen Mann selbst die kleinste Renditechance nimmt. (...)

Finanzen
03. Februar 2020

(...) wie kann ein Durchschnittsbürger heutzutage noch autonom vorsorgen, wenn er sich nicht auf die Produkte der Finanzindustrie verlassen möchte? In der Regel bleiben nur das Investment über den Häuserkauf (das können nicht alle!) oder über Aktien u.ä.. (...)