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Nina Klinkel
SPD
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Frage von Theresa B. •

Bitte um Unterstützung bei der Rettung der Psychotherapie. Sind Sie dabei?

Sehr geehrte Frau Klinkel,

ich spare mir größere Erläuterungen oder copy-paste-Inhalte zum Sachverhalt, da ich davon ausgehe, dass Sie diese zur genüge erhalten. Ich bitte Sie um Unterstützung und Ihren Einsatz für die gesetzlich Versicherten und die Psychotherapeut*innen!

Ich bin analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und habe einen halben Kassensitz in Mainz Gonsenheim.

Jede Woche erhalte ich bis zu 3 Anfragen nach Therapieplätzen, die ich größtenteils nicht bedienen kann und den Betroffenen Absagen erteilen muss. Nun soll weiter gekürzt werden, das ist unverantwortlich!

Ich mache mir große Sorgen um die ambulante psychotherapeutische Versorgung und um meine berufliche Existenz.

Bitte helfen Sie!

Mit freundlichen, sehr besorgten Grüßen

Theresa B.

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VAKJP)

Gruppenpsychotherapie

Säugling-Kleinkind- Eltern-Psychotherapie

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau B.,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und die Schilderung Ihrer Situation.

Eine verlässliche Finanzierung der ambulanten Psychotherapie ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Menschen – insbesondere Kinder und Jugendliche – rechtzeitig die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Ich teile Ihre Sorge ebenso wie die Bedenken vieler Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Honorarkürzungen und eine stärkere Budgetierung setzen aus meiner Sicht das falsche Signal. Sie verschärfen die ohnehin angespannte Versorgungslage, erschweren den Zugang zu dringend benötigten Therapieplätzen und erhöhen zugleich den wirtschaftlichen Druck auf die Praxen. Das kann nicht im Interesse einer guten Gesundheitsversorgung sein.

Auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat sich kritisch zu den geplanten Kürzungen geäußert.

Wir werden jetzt mehr denn je für eine auskömmliche Honorierung psychotherapeutischer Leistungen eintreten müssen und für eine verlässliche Finanzierung der Weiterbildung kämpfen. Hier bleibt der Bund in der Pflicht. Wenn wir hier nicht nachsteuern, besteht die Gefahr, dass dringend benötigte Behandlungsangebote wegfallen oder gar nicht erst entstehen. Das trifft am Ende diejenigen, die auf schnelle und qualifizierte Hilfe angewiesen sind. Eine gute psychotherapeutische Versorgung ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer leistungsfähigen Gesundheitsversorgung.

Ich werde diese Kritik auch den Abgeordneten des  Deutschen Bundestags gegenüber weiter äußern. Eine Kurskorrektur kann nur dort erfolgen. Das Gesetz ist nicht zustimmungspflichtig durch den Bundesrat.

Gleichzeitig möchte ich Sie ermutigen, gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen den direkten Kontakt zu den zuständigen Bundestagsabgeordneten zu suchen. Gerade weil die  Auswirkungen vor Ort deutlich gemacht werden müssen.

Dass diese Reform trotz der massiven Kritik aus der Praxis und der absehbaren Folgen für die ärztliche Versorgung und die Krankenhauslandschaft, sowie die Patientinnen und Patienten verabschiedet wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

Was möchten Sie wissen von:
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