Bezugnehmend auf Ihre bislang ausstehende Antwort zu meiner Nachricht vom 31.03.2026 (GKV‑Reform) - Haben Sie zu dem GKV‑Bericht sowie den Referentenentwurf eine Meinung bzw. welche Ergebnisse haben Sie gewonnen, und wie ordnen Sie diese ein?
Lieber Herr Schmid,
im Zusammenhang mit der geplanten GKV‑Reform wünsche ich mir eine gerechtere Lastenverteilung, da die aktuelle Vorschlagslage Versicherte und Krankenhäuser überproportional belastet.
Haben Sie zu dem GKV‑Bericht sowie den Referentenentwurf eine Meinung bzw. welche Ergebnisse haben Sie gewonnen, und wie ordnen Sie diese ein?
Als Bundestagsabgeordneter für meinen Wahlkreis, bitten Sie Sie ausdrücklich, sich für eine gerechte(re) Lastenverteilung im Gesundheitswesen und für jene Reformen mit den höchsten Effekten einzusetzen – sowie insbesondere Akteure, die derzeit vergleichsweise geschont bleiben – etwa die Pharmaindustrie, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Gruppen, die am Gesundheitssystem überdurchschnittlich verdienen – stärker an den Lasten zu beteiligen.
VG aus Schlaitdorf,
Dennis F.
Sehr geehrter Herr F.,
vielen Dank für Ihre Rückfrage. In der Zwischenzeit habe ich Ihre Frage vom 31. März beantwortet. Gerne möchte ich aber auch auf diese Nachricht eingehen.
Die Vorschläge der GKV-Finanzkommission zeigen klare Ansätze, wie wir die Defizite der gesetzlichen Krankenversicherung angehen können. Entscheidend ist, unnötige Ausgaben zu reduzieren und Fehlanreize zu korrigieren, damit die Versorgung stabil und bezahlbar bleibt. Dafür ist es beispielsweise erforderlich, bürokratische Hürden abzubauen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Vernetzung im System zu stärken. Klar ist, dass jeder seinen Teil leisten muss, damit das System stabilisiert wird. Es kann nicht sein, dass die Versicherten die meiste Last tragen müssen. Denkbar wäre zum Beispiel ein höherer Herstellerrabatt auf Arzneimittel für Krankenkassen. Auch die private Krankenversicherung muss mehr Verantwortung übernehmen, zum Beispiel bei der Klinikfinanzierung.
Es ist geplant, dass die Bundesregierung den Gesetzentwurf Ende April beschließt und er dann dem Parlament zugeleitet wird. Bis zur Sommerpause werden wir den Gesetzentwurf genau prüfen und wo nötig noch abändern.
Mit freundlichen Grüßen
Nils Schmid

