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Frage von Robert W. •

Frage an Monika Schaal von Robert W. bezüglich Umwelt

Sehr geehrte Frau Dr. Schaal,

da meine Original Frage zum Thema Feinstaub gegen den Moderations-Codex von abgeordnetenwatch verstößt (was nicht ihr verschulden ist, erwähnen ich hierbei ausdrücklich) möchte ich sie hier noch einmal in Kurzform stellen.
(Mir wurde nicht erlaubt Äußerungen, die Sie , die SPD und der Senat, vor 3 Jahren , vor dem EU Urteil und nach dem EU Urteil zum Thema Luftverschmutzung gemacht haben zu zitieren).

Für mich als viel Radfahrer( komme täglich durch mehrere Stadtteile und Freizeitsportler) würde ich mich, bei der aktuellen Feinstaubdebatte, wohler fühlen, wenn ich bei überschreiten der EU Grenzwerte zeitnah informiert werde. Könnte man nicht in den täglichen Verkehrsmeldungen Informationen geben, in welchem Stadtteil sich die Luft gerade dem kritischem EU Richtwert nähert.
Bei Ozon Werten wird dieses im Sommer ja schon gemacht .

Mit freundlichen Grüßen
Robert Weber

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Antwort von
SPD

Sehr geehrter Herr Weber,

es gibt solche aktuellen  Daten über die Feinstaubbelastung in Hamburg unter Luftmessnetz: http://www.hamburger-luft.de/index.jsp . Auf die Gestaltung der zahlreichen - zum Teil auch privat organisierten - Wettersendungen oder Verkehrsnachrichten  hat die Stadt keinen Einfluss. Ich hoffe, die Datenquelle hilft Ihnen weiter. Den Luftreinhalteplan finden Sie hier: http://www.hamburg.de/luftreinhaltung/3744840/fortschreibung.html . Die EU hat einen Antrag auf  Verlängerung  der Fristen für die Erreichung der Grenzwerte abgelehnt, weil nicht überzeugend dargelegt sei, dass mit den vorgeschlagenen Maßnahmen die Grenzwerte bis 2015 eingehalten werden können. Wir sind nicht die einzigen in Deutschland und Europa, die dieLatte gerissen haben. Aber verringert  die Probleme nicht! Doch selbst Städte mit Umweltzone konnten nicht überzeugen. Falls es zu Strafzahlungen käme, wären wir also nicht die einzigen. Adressat der Strafzahlungen ist die Bundesrepublik insgesamt, nicht einzelne Stadt. Doch die Rechnung bezahlen müssen natürlich dijenigen, die das Ziel nicht erreichen konnten. Das Problem ist allen bewußt. Da die Hauptemissionsquelle der Verkehr ist, gäbe es weniger Probleme, wenn es Motoren sparsamer und sauberer wären und/oder Menschen weniger motorisiert unterwegs sein würden. Viele Mensche steigen ja schon um - vom Auto aufs Fahrrad und vor allem in den ÖPNV. Die Hochbahn  verzeichnet jedes Jahr Zuwachsraten von durchschnittlich 3% und stellt sich darauf mit zusätzlichen  neuen sauberen Bussen und mehr Bahnen ein. Ab 2020 sollen Busse emissionsfrei fahren. Mit seinen über 1400 Bussen hat  die Hochbahn eine Einkaufsmacht und kann über die Beschaffung neuer Fahrzeuge Qualitität und Technik mit bestimmen. Zur Zeit werden neue Busse als Diesel-Hybrid angeschafft, die 20 bis 25% weniger Kraftstoff und damit sauberer sind als ihre älteren "Kollegen". 

Mit freundliche Grüssen
Monika Schaal