Wie bewerten Sie diesen offensichtlichen Spannungsbogen zwischen der politischen Haltung Ihrer Fraktion und der privaten Entscheidung von Herrn Spahn?
Sehr geehrter Herr Frieser, Jens Spahn hat gemeinsam mit seinem Ehemann durch eine Leihmutterschaft in den USA ein Kind bekommen. Gleichzeitig lehnen CDU und CSU die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland weiterhin ab und sprechen sich für die Beibehaltung des Verbots aus.
Wie bewerten Sie diesen offensichtlichen Spannungsbogen zwischen der politischen Haltung Ihrer Fraktion und der privaten Entscheidung von Herrn Spahn? Sehen Sie darin einen Widerspruch hinsichtlich der politischen Glaubwürdigkeit oder halten Sie beides für miteinander vereinbar? Falls ja, warum?
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Grundsätzlich lehnen CDU und CSU Leihmutterschaften ab. Bei meinem Kollegen Jens Spahn war der Widerspruch zwischen öffentlich bekundeter politischer Haltung und Handeln im Privaten zu groß, um diesen tatsächlich aufzulösen. Jens Spahn hat daher die richtige Entscheidung getroffen und ist als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Frieser

