DIE LINKE

Frage an Matthias W. Birkwald von Naqernf Neraqg bezüglich Gesundheit

10. September 2013 - 20:07

Hallo Herr Birkenwald,

Jeder/Jederin hat ja mindestens ein spezielles Thema, wo er/sie sich gerne drüber aufregt. Bei mir ist es unsere Gesundheitspolitik.

Ich kann einfach nicht verstehen warum manche Berufs- und Gehaltsgruppen nicht in die gesetliche Krankenkasse einzahlen müssen.
Warum dürfen "Reiche", Beamte und Abgeordnete nur für Ihre eigene Gesundheit sorgen und nicht für die Gesundheit des Volkes. Wo ist da die Logik?
Warum gibt es private Artztpraxen und Krankenhäuser? Macht es Sinn mit Krankheit Geld zu verdienen?

Da Sie ja (höchstwahrscheinlich) nicht gesetztlich krankenversichert sind, sich aber für soziale Gerechtigkeit einsetzten, haben Sie bestimmt Antworten und Ideen für mich.

Vielen Dank dafür und Alles Gute!

Andreas Arendt

Frage von Naqernf Neraqg
Antwort von Matthias W. Birkwald
13. September 2013 - 12:51
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 16 Stunden

Sehr geehrter Herr Arendt,

zunächst möchte ich Ihnen antworten, dass ich entgegen Ihrer Vermutung auch als Abgeordneter persönlich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert bin, und zwar wie schon vor meinem Einzug in den Deutschen Bundestag bei der Technikerkrankenkasse (TK).
Ihre Empörung über die unsoziale Zwei-Klassen-Medizin, die von der Bundesregierung nach Kräften gefördert wird, teile ich ausdrücklich. Und sie haben auch Recht, wenn Sie schreiben, dass Arztpraxen und Krankenhäuser dafür da sein sollten, allen Menschen zu helfen und nicht in erster Linie zum Gewinn machen.
Damit sich zukünftig niemand mehr aus der Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung für Alle herauskaufen kann, fordert meine Partei DIE LINKE ausdrücklich eine solidarische Bürgerversicherung, in die zukünftig Alle, also auch Abgeordnete, Selbständige, Beamte, Beamtinnen und Vermögende einzahlen sollen. Die private Vollversicherung wird damit abgeschafft. So wollen wir eine gute Gesundheitsversorgung für alle Menschen garantieren und die Abschaffung aller Zuzahlungen und Zusatzbeiträge finanzieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Matthias W. Birkwald