Setzt sich die SPD gegen Honorarkürzungen von Psychotherapeut*innen ein?
Ich bin gerade sehr enttäuscht von der fehlenden Reaktion der SPD (Ausnahme: Fraktion Thüringen) auf die geplanten Honorarkürzungen und rätsele über die Motive. In den letzten Jahren haben sich die Anfragen von Patient*innen vervielfacht. Die Patient*innen kommen mit starken psychischen Problemen. Die politische Krisen der letzten Jahre haben Einfluss auf die Art, wie Patient*innen ihren Alltag verarbeiten, nämlich vor dem Hintergrund eines allgemeinen Bedrohtheitsgefühls.
Ich helfe diesen Patient*innen, wieder klarzukommen. Vor dem Hintergrund gestiegener Praxiskosten kommt mir die geplante rückwirkende (!) Gehaltskürzung (denn faktisch handelt es sich darum), welche bei laufenden Nebenkosten (Praxiskosten, Versicherungen, Kreditzahlungen) dermaßen in meine Daseinsvorsorge eingreift, dass ich mir existenzielle Sorgen mache, wie ein Schlag in die Magengrube vor. Kann ich überhaupt noch vorausplanen oder wird die Abwertung meines Berufes weitergehen? Ich bedanke mich für Ihre Hilfe.

