Warum hält die Bundesregierung Einsparungen bei der Psychotherapie für vertretbar, obwohl psychische Erkrankungen zunehmen und eine frühzeitige Behandlung häufig kostspielige Folgeschäden verhindert?
Sehr geehrter Herr Biadacz,
Fachverbände warnen, dass die geplanten Änderungen der GKV-Reform zu weniger Therapieplätzen und längeren Wartezeiten führen könnten.
Wie soll verhindert werden, dass sich die ohnehin langen Wartezeiten auf Psychotherapie weiter verlängern?
Halten Sie es für vertretbar, bei psychotherapeutischen Leistungen Einsparungen vorzunehmen, obwohl psychische Erkrankungen zunehmen und bereits heute ein erheblicher Versorgungsmangel besteht?
Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die ambulante psychotherapeutische Versorgung weiterhin bedarfsgerecht und ohne zusätzliche Einschränkungen finanziert wird? Falls nicht, warum halten Sie längere Wartezeiten für psychisch erkrankte Menschen für vertretbar?
Wie wollen Sie sicherstellen, dass psychotherapeutische Hilfe nicht vom Einkommen abhängt?
Wie werden Sie persönlich dafür sorgen, dass sich die Versorgung gesetzlich Versicherter nicht verschlechtert?
Vielen Dank!
Ramon K.

