Wie stehen Sie zur Budgetierung der Psychotherapie?
Sehr geehrte Frau Paus,
mit großer Sorge beobachte ich derzeit die politische Entwicklung in Bezug auf die psychotherapeutische Versorgung.
Bereits die beschlossene Reduzierung der Psychotherapieleistungen steht im Widerspruch zu dem steigenden Bedarf in unserer Gesellschaft nach Psychotherapie und der stetig steigenden Lebenserhaltungskosten.
Ich arbeite als niedergelassener Psychotherapeut mit vollem Versorgungsauftrag, den ich mit durchschnittlich 37 Therapiestunden in der Woche gerne erfülle.
Die nun angedachte Budgetierung wird mich dazu zwingen, dann lediglich die Mindestanzahl an Therapiestunden anbieten zu können, um den Versorgungsauftrag zu erfüllen (25h/Woche), da ich aus ökonomischen Gründen dann alternative Einkünfte generieren müsste (wie etwa rechtspsychologische Begutachtung, Vorzug von Privatversicherten und Selbstzahler).
Es würde somit auch kurzfristig eine starke Reduktion der psychotherapeutischen Versorgung in Kraft treten.
Dies erscheint mir als düstere Prognose

